Die vergangenen Monate habe ich dem Aufbau der Zauberlaterne (The Magic Lantern) gewidmet. In der Schweiz existiert der Film Klub fuer Kinder bereits seit 1992. In den Emiraten starten wir mit zwei Klubs, in Al Ain und in Sharjah im November 2010 - inshallah.
Bald ist eine Website bereit www.magiclantern.ae in Englisch und Arabisch und alles Druckmaterial muss in beiden Sprachen geliefert werden.
Samstag, 24. April 2010
Tracking the Emirates - Kunstausstellung in Ras Al Khaimah
Wohl zum ersten Mal in der Geschichte von Ras Al Khaimah kann das Emirat die grösste Kunst Ausstellung anbieten. Meine Firma Swiss Art Gate UAE hatte vor einem Jahr einen Wettbewerb ausgeschrieben. 28 Künstler haben sich gemeldet und die Jury hat 16 davon ausgewählt, ihre Kunst auf drei Stockwerken im RAK Hospital zu zeigen. Am 7. April haben H.H. Sheikh Saud Bin Saqr Al Qasimi, Crown Prince and Deputy Ruler of Ras Al Khaimah und der Schweizer Botschafter, Wolfgang-Amadeus Bruelhart, die Ausstellung feierlich eröffnet.
Unter dem folgenden Link findet sich die Kunstwerk Uebersicht und Preisliste:
Nach einer sehr beschäftigten Zeit bin ich wieder einmal am Aufarbeiten der letzten zwei Monate.
3.-9. Januar 2010: Reise in die Schweiz mit Graphic Design Studenten und Professor des Higher College of Technologies Abu Dhabi.
17.-21. Januar 2010: Ich habe einen Stand mit Yvan 'Lozzi' Pestalozzi am World Future Energy Summit Abu Dhabi. Wir stellen Kunst aus, die mit Wind oder Solarenergie betrieben ist. Noch nie habe ich eine Woche lang an einer Messe gearbeitet, aber es war sehr interessant mit Leuten aus aller Welt in Kontakt zu kommen.
28.-30. Januar 2010: Swiss Days Dubai 2010 mit Birgit Steinegger, The Gershwin Piano Quartet und mit Bettina Castano & Alder Buebe.
Zur Zeit bereite ich die Abu Dhabi Book Fair 2010 vor mit dem Schweizer Autor, Peter Stamm. Am 7. April 2010 findet die Eröffnung der Ausstellung 'Tracking the Emirates' im RAK Hospital Ras Al Khaimah statt, wo 18 Künstler aus den Emiraten ihre Werke ausstellen.
2. Dezember 2009
NATIONALFEIERTAG IN DEN EMIRATEN
Am 2. Dezember 2009 ist es wieder soweit: Nationalfeiertag. Anlässlich dieses Feiertags und wegen Eid Al Adha sind bereits alle Strassen und Häuser mit purnkvollen Beleuchtungen versehen. Energie hin oder her.
BURJ DUBAI BELEUCHTET
Der Burj Dubai ist erstmals beleuchtet. Das höchste Gebäude der Welt mit seinen 808 Metern am 4. Januar 2010 eingeweiht - anlässlich des 4. Jahrestages von Sheikh Mohammed Bin Rashed Al Maktoum als Herrscher von Dubai.
RELAX AUF DER INSEL DELMA
Kuerzlich fuhr ich für zwei Tage auf die recht einsame Insel Delma, rund 220 km von Abu Dhabi Richtung Saudi Arabien Grenze. Von Jebel Dhanaah kann man mit einem kleinen Boot in rund 100 Minuten auf die Insel gelangen. Rund 5'000 Menschen leben auf der Insel, die zum grössten Teil von der Fischerei leben. Viele Emirati gehen aber nach Abu Dhabi zur Arbeit, von wo sie nur am Wochenende heimkehren.
AMERICA'S CUP RAS AL KHAIMAH
Samstag, November 28, 2009
Die grossen Hoffnungen auf den America's Cup in Ras Al Khaimah sind zu einem Tief geschwunden. Es bleiben einige Prozesse offen, und die Warterei geht weiter. Schade für all die grossen Anstrengungen, die Ras Al Khaimah in den letzten Monaten vorgenommen hat. Bild: Im Hintergrund die Alinghi Base mit ihrem Kathamaran.
FORMEL 1 EVENTS ABU DHABI
Die letzten Tage und Wochen waren geprägt von Formel 1. Vorbereitungen für die Formel 1 Foto Ausstellung im Emirates Palace Abu Dhabi und dann die schönsten Tage während des Formel 1 Wochenende. Für mich war es das erste Mall, dass ich ein Formel 1 Rennen besuchte, und es war absolut der Höhepunkt der letzten Monate.
EVENTS IN DEN EMIRATEN
Zurzeit bin ich am Organisieren von gleich drei Events:
Im Emirates Palace Abu Dhabi bereite ich die Formel 1 Fotoausstellung mit Bildern von Sepp und Daniel Reinhard aus Sachseln und Alpnach vor. Sie besitzen eine Sammlung von über 200'000 Formel Eins Fotos. Das passt zum Formel 1 Rennen, das am 1. November 2009 erstmals auf dem Yas Marina Circuit Abu Dhabi über die Bühne geht. Die Ausstellung dauert bis 6. Dezember 2009.
An den Swiss Days Dubai vom 28.-30. Januar 2010 nehmen folgende Künstler teil: Birgitt Steinegger, das Gershwin Piano Quartet und Bettina Castano & Alder Buebe mit einer Fusion von Flamenco und World Music.
Im RAK Hospital (managed durch die Sonnenhof Gruppe Schweiz und unter CEO, Jean-Marc Gauer) organisiere ich eine Kunstausstellung unter dem Titel 'Tracking the Emirates'.
Ganz schön viel Arbeit - aber es macht Spass!
PRIVATE FUEHRUNG DURCH SHEIKH ZAYED GRANDE MOSQUE ABU DHABI
Nach einer Vernissage in Abu Dhabi fahre ich um ca. 23.45 Uhr Richtung Dubai. Ausserhalb der Stadt Abu Dhabi leuchtet die Sheikh Zayed Grande Mosque in blauen und gelben Farben. Ich bin so fasziniert, dass ich anhalte und ein paar Fotos schiesse. Schliesslich wage ich mich etwas weiter vor, denn normalerweise ist der Zutritt für Nicht-Muslime zur Grande Mosque nur von morgens 09.30 - 12 Uhr erlaubt, und dies unter Führung. Da Ramadan ist, kommen zurzeit abends vermehrt Leute zum Beten zur Moschee.
Auf dem grossen Marmorplatz bin ich völlig überwältigt von der mächtigen Kulisse mit all den Minaretten, Türmen und Kuppeln, dem Marmorboden und den mit Blumen verzierten Marmorsäulen. Ein architektonisches Meisterwerk. Ein Security nähert sich mir, und weist mich höflich darauf hin, dass es für Nicht-Muslime nicht erlaubt ist, nachts auf den Platz zu kommen und Fotos zu schiessen. Er führt mich hinaus, wo ich einen Emirati treffe, der Supervisor der Mosque.
Nach Fragen und Antworten wofür ich die Fotos verwende, bietet mir der Emirati eine faszinierende Tour durch die Grande Mosque an Die Bauarbeiten betrugen rund 9 Jahre und die schweren Leuchter stammen von Swarovski, der Marmor kommt aus Italien und der mehrere Tonnen schwere Teppich in der Gebetshalle aus einem Stück und Hand gefertigt aus dem Iran. Die Tour geht zu Ende, es ist mittlerweile 01.15 Uhr - wohl die erste Mitternachtstour durch die Grande Mosque !
Samstag, 8. August 2009
AMERICA'S CUP IN RAS AL KHAIMAH
Die Meldung ging in Kürze um die ganze Welt: Der America's Cup 2010 soll in Ras Al Khaimah ausgetragen werden. Alinghi und BMW Oracle werden sich im Februar 2010 in Ras Al Khaimah treffen - inshallah. Dies, weil noch für kurze Zeit die Spannung bleibt, ob es nicht zu einem Entscheid vor Gericht kommt und der Austragungsort gewechselt werden muss.
Trotzdem - ich denke, endlich wissen viele Leute, WO sich Ras Al Khaimah befindet, denn immer wieder muss ich erklären, dass sich meine Firma Swiss Art Gate UAE und eben Ras Al Khaimah im Norden der Vereinigten Arabischen Emirate finden lässt.
Dienstag, 14. Juli 2009
NEUES HEIM IN ABU DHABI
Das neue Heim in Abu Dhabi sieht fantastisch aus, sogar ein bisschen Grün in der Einfahrt. Was hier als Villa erscheint, ist in Tatsache ein Majlis - ein Empfangsraum für Gäste.
Wenn ich in Abu Dhabi unterwegs bin und zu müde bin zum Heimfahren nach Dubai, kann ich in diesem Majlis in einem Gästezimmer übernachten. Türen bleiben 24 Stunden geöffnet, und ich fühle mich trotzdem absolut sicher hier.
Montag, 13. Juli 2009
'HEIDI' ERSTMALS INS ARABISCHE UEBERSETZT
Zur Zeit habe ich den Auftrag von Pro Helvetia zwischen Kalima Foundation (staatliche Kulturorganisation) und Buchverlagen von Schweizer Kinderbüchern Verträge abzuschliessen, damit Kalima die Bücher ins Arabische übersetzen kann. Unter anderen erscheint schon bald und erstmals HEIDI in Arabisch. Kalima druckt je 2'000 Bücher und verschenkt sie an Schulen und Bibliotheken in den Ermiraten.
Ich kenne einige locals, die nicht wissen, dass Formel 1 im November nach Abu Dhabi kommt, aber sie kennen Heidi aus der Arabischen Comic Serie, die hier alle Kinder gesehen haben.
Sonntag, 31. Mai 2009
DAS WÜSTENBUSINESS - SWISS ART GATE UAE AUF CASH TV
Aus dem Vorspann von Cash TV: 'Der Sprung vom Schweizer Staatsjob in die Selbständigkeit. Der ehemalige Primarlehrer Kurt Blum wird in den Emiraten Kulturmanager. Zuerst muss er lernen, wie man sich gegenüber einem Scheich benimmt und was es heisst, ohne Versicherungen in Dubai selbständig zu sein.' Auf dem Bild die Macher des Beitrags über mich auf CASH TV: Raphael, Kameramann, links und Patrick Teuscher, Produzent.
Montag, 25. Mai 2009
BESUCH VON BUNDESPRÄSIDENT HANS-RUDOLF MERZ
Die Schweizer Kolonie in den Emiraten ist heute zu einem Cocktail Empfang im Hotel Monarch in Dubai geladen. Bundespräsident Hans-Rudolf Merz hält eine kurze Rede und ... ich bin ganz stolz, dass er die Bemühungen um Kulturvermittlung durch meine Firma Swiss Art Gate UAE positiv erwähnt.
Donnerstag, 14. Mai 2009
BESUCH VON BUNDESRAT COUCHEPIN IN DEN VAE
Am 14. Mai 2009 hat Bundesrat Pascal Couchepin, zusammen mit der ETH Lausanne und mit H.H. Sheikh Saud Bin Saqr von Ras Al Khaimah der Grundsteinlegung eines neuen gemeinsamen Universitätsprojekts beigewohnt. Mit dabei waren auch Vertreter der ETH Lausanne und Dr. Fritz Schiesser, ETH Präsident.
Der kulturelle Teil von Couchepin's Besuch galt dem Treffen mit Emirati Künstlern in Dubai.
Mittwoch, 13. Mai 2009
LOCATION SCOUT - United Arab Emirates
Mein Job ist eigentlich im Bereich Kunst und Kultur angesiedelt. Trotzdem habe ich bereits fünfmal die Möglichkeit gehabt als location scout für Geschäftsleute in den Vereinigten Arabischen Emiraten zu wirken - für Business Geschäfte, die weit entfernt sind von Kunst und Kultur. Der Grund dafür ist, dass sich Manager vermehrt auf neue, kreative Art ihre Kontakte suchen und damit ihr ganz eigenes Netzwerk aufbauen und ergänzen.
Als Location Scout führe ich interessierte Personen mit meinem Fahrzeug an Orte, die nicht immer im Tourismus- oder Businessführer erwähnt sind, oder ich kann meetings mit Personen und Firmen kurzfristig abmachen, die von Europa aus nicht so schnell zustande kämen. Dazu kenne ich Geheimtipps von Restaurants, speziellen Orten für Photo Shootings in Dubai, Abu Dhabi, Al Ain, Sharjah, Fujairah oder Ras Al Khaimah und ich verfüge in der Zwischenzeit über ein recht grosses Netzwerk und über Informationen im Business Bereich, da ich viele Ausstellungen und Networking Events besuche und drei Tageszeitungen lese. Dabei bin ich auch immer informiert, was grad aktuell ist und ich wirke als persönlicher Berater für interessierte Personen vor Ort.
In den zwei Jahren habe ich die arabische Kultur etwas kennen- und verstehen gelernt und durch die Kontakte zu Emiratis weiss ich auch von ihren traditionellen Werten und wie mit ihnen zu verhandeln ist. Nicht unwichtig dabei ist der kulturelle Hintergrund und traditionelle Gepflogenheiten zu kennen um überhaupt hier Business zu betreiben. Dies alles macht Spass und ich lerne dabei neue Leute und deren Ideen kennen.
Montag, 4. Mai 2009
HAFIS - ZURUECK IN DER SCHWEIZ
Während der letzten zwei Monate habe ich HAFIS, den Schweiz-Libanesischen Künstler aus Fribourg durch die Emirate begleitet. Eine Ausstellung mit seinen Werken war der Abschluss seines kreativen Aufenthaltes. Heute ist HAFIS in die Schweiz zurückgekehrt und vielleicht taucht er ja schon bald wieder in den Emiraten auf, denn er möchte hier weiterarbeiten.
Samstag, 2. Mai 2009
SINKENDE MIETEN
In den vergangenen Wochen und Monaten konnten sich viele Mieterinnen und Mieter über die wirtschaftliche Lage freuen, auch wenn es für viele Unternehmer eine eher negative Meldung ist. Die Mieten für Wohnungen und Villen sind in den Emiraten bis zu 30% und mehr gesunken. Dazu gibt es auch einige kreative Entwicklungen. Die Jahresmieten müssen nicht mehr überall mit einem einzigen Cheque im Voraus bezahlt werden, sondern es ist möglich, mit 4 Cheques die Miete zu begleichen oder gar monatlich.
Zu den folgenden zwei Artikeln: EIN THEMA - ZWEI MEINUNGEN
Mittwoch, 22. April 2009
CITYSCAPE ABU DHABI | 19. - 22. April 2009
Gestern besuchte ich die Cityscape in Abu Dhabi. Ich habe bereits die eine Stunde Wartezeit zum Einlass - mit Parkplatzsuche, Warteschlangen und Registrierung - einberechnet und ich erreiche um 11 Uhr das Parkhaus. Bei der Messe über Rüstungsmaterial vor einigen Monaten benötigte ich eine ganze Stunde für das ganz Prozedere. Heute: Freie Fahrt ins Parkhaus –Im Lift stehen mit mir vier Personen, die Registrierung ist in 2 Minuten hinter mir.
Die Hallen sind von Nr. 1 – 8 mit Ausstellern gefüllt, wenig mehr als die Hälfte der gesamten Ausstellungsfläche von ADNEC (Abu Dhabi National Exhibition Center).
Da ich auf der Suche nach Kontakten zu Real Estate Firmen bin und natürlich interessiert bin, was an neuen Projekten in den GCC Ländern geplant ist, nehme ich mit vielen Firmen Kontakt auf. Bei den meisten Ständen stehen viele Hostessen und ‚Firmen eigenes‘ Personal herum.
Kurz vor 5 Uhr besuche ich einen Stand aus Kuwait. Zwei Kuwaitis scheinen auf ihren Stühlen schon fast einzuschlafen. Ich entschuldige mich für die Störung. Sie erzählen mir, dass sie etwas müde seien, denn während der vergangenen vier Tage sei nichts gelaufen und die Ausstellung sei ja jetzt schon fast vorbei – kein Interesse, keine Verkäufe.
Bei meiner letzten Runde von Halle 6 – 8 packen viele Aussteller zusammen – die Ausstellung nähert sich dem Ende.Heute, Mittwoch, 22. April 2009 steht in der GULF NEWS im BUSINESS Teil: ‘UAE on recovery path – Hamdan’ und im Untertitel: ‘Organisers extend Cityscape Abu Dhabi 2009 by a day due to Investor Interest.’ Auf Deutsch: 'Die Organisatoren verlängern die Ausstellung um einen Tag wegen grosser Nachfrage an Investoren.'
Dienstag, 21. April 2009
PALLADIUM | DUBAI MEDIA CITY
Dienstag, 21. April | Dubai Media City | Palladium
Am Dienstag habe ich zufälligerweise das Palladium in der Media City gefunden. Bereits im November 2008 habe ich einen freien Freitag aufgewendet zum Herausfinden, wo das Palladium in der Media City gebaut wird. Niemand konnte mir damals Auskunft geben. Im Quartier gegenüber Marina – man muss die Sheikh Zayed Road überqueren – fand ich damals das Palladium, allerdings ein Residential Gebäude, aber kein Konzerthaus.
Heute Dienstag finde ich das Palladium, nachdem es Tafeln gibt mit dem Hinweis ‚Palladium – Award Ceremony‘. Die Philippinin, Supervisor des Palladiums, erzählt mir, dass das Palladium stehend 3‘000 Personen fasst, sitzend 1‘700. Ich hätte etwas weniger geschätzt.
Im TABLOID von GULF NEWS von heute, 22. April 2009 steht zum bevorstehenden Konzert von AKON: ‚Organisers expect the 6‘000-capacity to sell out within hours.‘Die Zufahrtsstrasse ist eine enge Strasse, zum Teil noch im Bau und man muss um zwei kleine Kreisel fahren. Parkplätze waren keine in Sichtweite, aber ein Parkhaus mit Schild ‚NO ENTRY‘.
Mittwoch, 1. April 2009
ARCHITEKTONISCHES MEISTERWERK
ALDAR baut zurzeit in Al Raha Beach, Abu Dhabi, eine imposante Stadt mit natürlichem Strand von ca. 5.2 Mio. Quadratmetern Fläche, die einst rund 120'000 Einwohnern Luxus Lifestyle bietet. Das Vorzeigestück ist das ALDAR Bürogebäude selber, eine runde Scheibe, die in den Himmel emporragt.
Freitag, 6. März 2009
BROT BACKEN WIE VOR 1'000 JAHREN
Von morgens bis Mitternacht sitzt der Afghani auf dem Ofen und kennt nur drei Handbewegungen: Brotteig auf einem Kissen zurechformen und mit Wasser anfeuchten, den Teig an die Ofenwand schmeissen und nach ca. 3 Minuten mit zwei spitzen Eisen das gebackene Fladenbrot aus dem Ofen holen. Fertig. Spezialität: gefüllt mit einem Schachtelkäsli schmeckt das Brot ebenfalls ausgezeichnet. Gesehen in einem Aussenquartier von Abu Dhabi. Fortsetzung unter BILDER
Sonntag, 1. März 2009
THE ADDRESS - BURJ DUBAI
Anlässlich der Burj Dubai Classic Car Show habe ich mir wieder mal ein neues Hotel angeschaut. Vom 63. Stock gibt es eine fantastische Aussicht über das ganze Burj Dubai Gelände. Weitere Fotos unter BILDER.
18. Februar 2009
KHANDURAH UND GHUTRA
Bei unserem Streifzug durch den Textilmarkt in Bur Dubai wollten Hansruedi und Daniela, dass ich mich mal wie ein Emirati kleide. Gesagt - getan - für 5 Minuten und für's Foto.
Das weisse Kleid nennt sich Khandurah, die Kopfbedeckung Ghutra und es ist absolut leicht und herrlich zu tragen.
16. Februar 2009
MIT 120 KM/H DURCH ABU DHABI
Anlässlich des Besuchs aus der Schweiz steht das Atlantis Dubai und das Emirates Palace in Abu Dhabi auf der Visit Liste. Dazu wollen wir natürlich ein paar Kamele sehen. Wir treffen uns mit Mohammed in der Wahda Mall in Abu Dhabi. Mohammed führt uns aus der Stadt heraus in Richtung Baniyas Quartier, wo wir ein paar Kamele bestaunen und frische Kamelmilch zu trinken bekommen.
Die Fahrt durch die Stadt ist allerdings alles Andere als ein Lotsen, Mohammed fährt mit 120 km/h voraus, wo 60 km/h Höchstgeschwindigkeit angezeigt ist - ich mit meinem Volvo hinterher - und mit 180 km/h, wo die 120 km/h Schilder stehen. Die allfälligen Bussen kann ich Mohammed schicken, er ist ja schliesslich Polizist. 'No problem', wie er jeweils sagt.
13. Februar 2009
STÜRMISCHE TAGE
In den vergangenen Tagen ist es in den Emiraten sehr stürmisch und die Luft durchdringt mit Staub und Sand. Der Himmel ist meist bedeckt und die Temperaturen verharren immer noch um die 20 Grad.
15.-17. Januar 2009
SWISS DAYS DUBAI 2009
Unter dem Patronat des Generalkonsulats der Schweiz organisiert Swiss Art Gate UAE zum ersten Mal die Swiss Days Dubai 2009. Der erste Abend ist der Deutsch Schweizer Gemeinschaft gewidmet: Giacobbo, Müller, Frey. Am zweiten Abend konzertiert See Siang Wong, ein fantastischer Pianist aus Zürich, und am dritten Abend unterhält Gardi Hutter mit ihrer Tapferen Hanna.
Bild von links: Marie-Laure Barbier, Dubai Concert Committee, Martin Massueger, CEO Swiss International Airlines Dubai, See Siang Wong, Gerhard Bruegger, Generalkonsul der Schweiz, Paul Howe, Musiklehrer GEMS World Academy, KB Swiss Art Gate UAE
Montag, 12. Januar 2009
AUSSTELLUNG SCHWEIZER BOTSCHAFT ABU DHABI
Unter dem Patronat von His Highness Sheikh Nahyan Bin Mubarak Al Nahyan findet heute die Eröffnung der Kunstausstellung in der Schweizer Botschaft Abu Dhabi statt. Für meine Firma Swiss Art Gate UAE ist es das erste Event seit Firmengründung. Der Schweizer Botschafter, Wolfgang-Amadeus Bruelhart kann rund 60 Gäste und den Sheikh begrüssen. Die Kunstwerke habe ich bei Abdul Qader Al Rais in seinem Atelier aussuchen dürfen. Abdul Qader Al Rais ist der wohl international bekannteste Emirati Künstler, der in seinen Anfangsjahren sehr realistisch Aquarelle von Naturlandschaften und traditionelle Häuser gemalt hat. Heute erstrahlen seine abstrakten Werke in satten Farben mit grosszügigen Pinselstrichen, Kaligraphien und mit seinen typischen kleinen Quadraten. Nebst Abdul Qader stellen wir auch zwei Kunstwerke von Dieter Leuenberger (Bruder von Bundesrat M. Leuenberger) aus: einen Sandhügel mit gefärbtem Sand aus der Schweiz und ein Gemälde.
Bild von links: KB, Swiss Art Gate UAE, Khalil Abdulwahid, Dubai Authority of Culture and Arts, Abdul Qadir Al Rais, Mayssar, Amin Real Estate RAK
Donnerstag, 1. Januar 2009
SILVESTER PARTIES UND FEUERWERK ABGESAGT
Wegen der anhaltenden Angriffe von Israel auf Gaza hat der Herrscher von Dubai, Mohammed Bin Rashid Al Maktoum, alle Festivitäten, Parties und Feuerwerke aus Solidarität mit den Palästinensern für den 31. Dezember 2008 abgesagt. Viele Event Organizer haben bereits am Silvester Abend ihre Bühnen wieder geräumt.
Mittwoch, 31. Dezember 2008
AL DHAFRA CAMEL FESTIVAL ABU DHABI
Die vergangenen drei Tage habe ich am Al Dhafra Camel Festival in der Wüste von Zayed City, rund 150 km von Abu Dhabi entfernt verbracht. Was ich noch nie gesehen habe: Schwarze Kamele, die aus Saudi Arabien stammen, das Waschen von Kamelen mit Hochdruck und Shampoo, eine Kamelgeburt, rund 25'000 Kamele und Hunderte von Bedouinen Camps in der Wüste. Das Al Dhafra Festival ist ein Schönheitswettbewerb für Kamele. Jeden Tag gibt es andere Kategorien und die zehn schönsten Kamelherden mit rund 25 bis 35 Kamelen werden prämiert. Die Preise stehen vor Ort: Lastwagen, Range Rover, Landrover, Land Cruiser usw., bezahlt vom Government von Abu Dhabi.
Freundlicherweise hat mich Mohammed in sein Camp eingeladen. Sein Vater hat eine der schönsten Kamelherden mit 35 verschiedenen schwarzen Kamelen. Erst letzte Woche haben sie zu den 40 Kamelen eines dazu gekauft: Preis 12 Millionen Dirham (rund CHF 4 Mio.) und vor meiner Ankunft ein weiteres für 800'000 Dirham (rund CHF 250'000) erstanden. Das Halten von Kamelen ist hier eine Freizeitbeschäftigung. So arbeitet Mohammed tagsüber als Polizist und in der Freizeit beschäftigt er sich mit dem Kauf und Verkauf von Kamelen.
Das Wüstencamp ist bestens ausgerüstet, mit grossem Bedouinenzelt für den Empfang von Gästen und zum Uebernachten, Feuer für die kalten Nächte, mit TV-, Videoausrüstung, grossem Camper, Küche, Zelt für die Frauen, Gebets- und Essenszelt. Nur für die Toilette muss man in die Wüste.
Heute - 1. Januar - habe ich einen Anruf von Mohammed bekommen, dass seine 35 Kamele den 1. Platz errungen haben. Herzliche Gratulation.
Monday, 1. Dezember 2008
UAE National Day
Anlässlich des 37. Nationalfeiertages der Unabhängigkeit wird hier ab 2. Dezember für 10 Tage ausgiebig gefeiert. Zeitungen sind voll von Inseraten und Glückwünschen und die Strassen geschmückt in den UAE Farben, rot, weiss, schwarz und grün. Ja selbst die Autos sind entsprechend verklebt.
Sonntag, 30. November 2008
DUBAI MALL
Endlich ist sie offen, worauf viele Leute gewartet haben. Die grösste Shopping Mall der Welt. Seit rund zwei Wochen wurde das Einkaufsparadies eröffnet, vorerst mit rund 600 Geschäften. In den kommenden Wochen und Monaten werden weitere 600 Shops ihre Pforten öffnen. Das Eisfeld ist die eine Attraktion und das Aquarium die zweite. Die Mall ist mit breiten Korridoren sehr grosszügig angelegt. Die verschiedenen Trakte unterscheiden sich durch unterschiedliches, modernes Design und in Kombination von edlen Materialen.
Samstag, 29. November 2008
DRAG RACE IN UMM AL QWAIN
Im November 2008 konnte ich einem speziellen Autorennen beiwohnen: Drag race. Die konventionellen Personenwagen und Motorräder wurden auf Hunderte von PS aufgemotzt und es geht darum, möglichst auf einer Distanz von 100 m auf Höchstgeschwindigkeit zu beschleunigen - ohne irgendwelche Sicherheitsmassnahmen - einfach wild drauflos.
Samstag, 1. November 2008
NAKHEELS HOECHSTER TOWER UND DIE GROESSTEN SHOPPING MALLS
Vor zwei Wochen hat Nakheel an der Cityscape 2008 sein ambitiöses Projekt vorgestellt, den über 1'000 Meter hohen Tower. Wieder einmal mehr werden HOECHSTES und GROESSTES getoppt im eigenen Land. Der Burj Dubai mit seinen rund 800 Metern bekommt den Nakheel Tower als Konkurrenz und die Dubai Mall, die grösste Shopping Mall der Welt mit ihren 344'000 Quadratmetern wird von der Mall of Arabia (400'000 Quadratmeter) als grösstes Einkaufszentrum im Jahr 2010 abgelöst.
Freitag, 31. Oktober 2008
BUSINESS CARDS
Fast einen Monat habe ich mich nicht mehr gemeldet mit News, obwohl es viel zu erzählen gibt. Die vielen Business cards, die sich auf meinem Bürotisch stapeln, erzählen aber von den vielen Begegnungen der letzten Wochen: Alle Kärtchen in fast gleicher Grösse schön geordnet, mit einem Post-it obendrauf und mit einem Elastikband gebündelt: Cityscape, World Trade Center, Formula 1, Bookfair, Watch and Jewellery, GITEX usw. Die vielen Messen in Dubai und Abu Dhabi ermöglichen es mir, in kurzer Zeit Marketing Manager und andere wichtige Personen von verschiedenen Firmen kurz kennenzulernen. Ob die Personen auf den Business Card in einem Jahr noch bei der gleichen Firma arbeiten?
Freitag, 3. Oktober 2008
TERROR WARNUNGEN
Mehrere Medien im Mittleren Osten und die Australischen wie auch die Britischen Behörden haben Terrorwarnungen veröffentlicht, wonach Dubai und vor allem das neue Hotel Atlantis auf THE PALM JUMEIRAH gefährdet seien. Polizeibehörden von Dubai geben aber Entwarnung und hier gilt Business as usual.
Donnerstag, 18. September 2008
ERSTE SCHRITTE IN ARABISCH
Letzte Woche habe ich begonnen Arabisch zu lernen - nicht ganz einfach, aber zu bewältigen, wie ich inzwischen gemerkt habe. Die Zahlen kann ich mittlerweile schreiben und erkennen und auch das Zählen bis 100 geht schon ein bisschen flüssiger. Nun kommt wohl der schwierigste Schritt, das Lernen des Alphabets mit 28 Zeichen. Dabei gibt es jeweils drei verschiedene Varianten - entweder als Auftakt zu einem Wort, mittendrin oder das Zeichen am Ende eines Wortes. Ich komme mir manchmal vor wie ein Erstklässler.
Montag, 15. September 2008
ERDBEBEN IN DEN UAE
Seit in der vergangenen Woche die Erde in den UAE die Towers etwas durchgerüttelt haben, sind bereits über 60 Nachbeben registriert worden. Das Erdbeben mit Epizentrum im nachbarlichen Bandar Abbas (Iran) rund 135 km von Ras Al Khaimah entfernt wurde mit einer Stärke von 6.2 auf der Richter Skala registriert. Glücklicherweise gab es keine Meldungen über Schäden in den UAE und der Burj Dubai mit seinen jetzigen 688 m steht immer noch gradauf.
Mittwoch, 3. September 2008
ATLANTIS BRENNT
Atlantis - The Palm - das Wasserresort mit Haifisch Aquarium sollte eigentlich am 24. September 2008 eingeweiht werden, aber gestern ist ein grosses Feuer in der Lobby ausgebrochen. Nach rund 1 Stunde war das Feuer gelöscht aber der Schaden beträchtlich. Trotzdem wollen die Betreiber am 24. eröffnen. In Dubai ist alles möglich. Das billigste Zimmer kann für 1'200 $ gebucht werden.
Sonntag, 31. August 2008
ENTLASSUNG VON HAEFTLINGEN
Rechtzeitig vor dem Beginn des Ramadan haben verschiedene Herrscher im Mittleren Osten Hunderte von Häftlingen entlassen. In Dubai sind es genau 777 Häftlinge, denen Sheikh Mohammed die Amnestie gewährt und eine zweite Chance für ihr Leben gewährt. Trotz Informationen über Hinrichtungen im Iran oder in Yemen, gibt es dieser Tage ganz viele Zeitungsartikel über die Grosszügigkeit der arabischen Herrscher.
Samstag, 30. August 2008
OMAN
Vorgestern habe ich einen Anruf vom Media Office in Ras Al Khaimah erhalten, dass meine Residenz Visa bereitliege. Unverzüglich bin ich nach Ras Al Khaimah gefahren um das Dokument abzuholen. Am Freitag bin ich dann nach Hatta gefahren. An der Grenze zu Oman entschied ich mich, die Fahrt fortzusetzen um wieder mal den Indischen Ozean zu sehen. Ich fahre den kleinen Küstendörfchen entlang. Die Küste steht ganz im Zeichen der Fischerei und Tourismus scheint hier ein Fremdwort zu sein - dafür grüssen viele Omanis sehr freundlich und geben mir Auskunft, wo ich das nächste Hotel finde - in Sohar.
Sohar verfügt lediglich über zwei Hotels, das Vierstern Swiss Belhotel und das Dreistern Al Wadi. Das Belhotel ist mir zu teuer, so nehme ich ein Zimmer im Hotel Al Wadi für rund CHF 150. Das Hotel verfügt über rund 70 Zimmer, ein Restaurant, einen Pool und drei Bars. Ich wundere mich, dass der Parkplatz um 19 Uhr voll belegt ist - es ist ja nicht Touristensaison.
In den Bars finde ich die Lösung. Die Indische Bar, über eine Treppe erreichbar, ist gefüllt mit Indern und es riecht bereits auf der Treppe nach Bier. Der Game Room im Parterre ist angeschrieben mit Oasis Restaurant. Darin amüsieren sich Omanis - gekleidet in traditioneller Kleidung in Kandhura und Ghutra - mit Dart und Billard und natürlich mit Bier. Der Raum daneben - ebenfalls mit Oasis Restaurant angeschrieben - ist gefüllt mit Männern aus Oman und den UAE.
Auf einer kleinen Bühne spielt ein Schwarzer auf zwei Keyboards arabische Songs - das Volumen überdreht - daneben sitzen teilnahmslos vier Marokkanerinnen in hautengen bis zum Hals zugeschnürten, farbigen Kleidern. Der Raum ist eher ein Schuppen als eine Bar und eine Bar existiert denn auch nicht. Tische und Stühle, alle ausgerichtet auf die Bühne. Jedesmal, wenn die elektronischen Ryhthmen hämmern, stehen die Frauen auf und tanzen uninteressiert vor den Männern. Tanzen ist zwar etwas übertrieben, sie bewegen sich teilnahmslos von einem Bein aufs andere. Die Männer finden hier die einzige Erotik ausserhalb des Hauses. Jene, die schon etwas zu viele Liter hinuntergespült haben, schleudern ihre Hände durch die Luft und tanzen vor ihrem Tisch. Die vier Frauen sind klar unerreichbar - eine Abschrankung auf der Bühne gewährt ihnen lediglich einen gierigen Blick. Auf einem Tisch zähle ich 13 Halbliter Dosen Bier. Amstel, Budweiser und Heinekken sind die Favoriten. Zwei Tage vor Ramadan geht nochmals richtig die Sau ab.
Montag, 18. August 2008
GESETZE AENDERN TAEGLICH
Drei Beispiele, wie hier die Gesetze ändern:
VISA - vor einigen Wochen gab es die Meldung von der Regierung, dass alle Personen für Visa bezahlen müssen, später hiess es, dass nur ausgewählte Staatsangehörige bezahlen müssen, dazu gehören Staaten von eher ärmeren Ländern. Für einen Wechsel der Visit Visa zu Residenz Visa müssten die Personen in ihr Heimatland ausreisen. Gestern stand in der Presse, dass es auch möglich ist, nur nach Bahrain zu reisen oder auf die iranische Insel Kish.
GESUNDHEITSCHECK - vor einer Woche wurde publiziert, dass medical checks für Residenz Visa Anwärter nicht mehr von der Dubai Municipality ausgestellt werden dürfen, diese würden vom Ministry of Labour nicht akzeptiert. Die Personen müssten diese beim Ministry of Health einholen. Heute steht in der Zeitung, dass weiterhin die Dubai Municipality die Gesundheitschecks durchführen kann.
NEUE VISA REGELN - vor einem Monat hiess es, dass die neuen Visaregeln auf 1. August wirksam würden. Innerhalb einer Woche wurde das Datum dann auf den 28. Juli 08 vorverschoben und bei allen Visa Stellen gab es Unklarheiten, keine nötigen Papier, nicht die erforderliche Software .... eben ein Chaos ... und die Regeln bleiben zum Teil beim Alten, solange nicht alle nötigen Informationen überall Einsatz bereit sind.
VAT-STEUERN - bereits seit einigen Monaten gibt es Informationen darüber, dass die VAT Steuern ab 1. Januar 2009 eingeführt werden. Heute ist auf ArabianBusiness zu lesen, dass diese Steuer nicht vor 2010 in Kraft tritt.
Sonntag, 2. August 08
LIWA - DATTELFEST
In der Nacht vom 1. auf den 2. August habe ich mich morgens um 3 Uhr aufgemacht zum Dattelfest in Liwa. Liwa ist ein kleines Oasennest in der Westregion von Abu Dhabi und auf der Karte oder als Hinweistafel entlang der Strassen nirgends zu finden. Liwa liegt rund 350 km von Dubai entfernt, 220 km von Abu Dhabi und Liwa ist der Geburtsort der Herrscherfamilie in Abu Dhabi. Deshalb hat der ruler eine Schnellstrasse durch die Wüste angelegt. Einige Geschäftsleute nutzen die Strecke täglich zur Arbeit in Abu Dhabi.
Die Fahrt nach Liwa zieht sich durch eher flache Wüstenabschnitte bis hin zu Berg und Talfahrt durch die Sanddünen und vorbei an den Oasen in den Tälern mit Palmenhainen, ein paar Häusern und deren Moschee. Rund um Liwa sind einige der höchsten Sanddünen der Welt zu finden.
Nachts fahre ich eher etwas vorsichtig und in Abu Dhabi haben mich der Instinkt und die leichten Schimmer der aufgehenden Sonne im Osten die Richtung in den Süden geleitet.
In der Nähe der Emarat Poststelle Liwa gibt es zum Frühstück bei einem Inder Reisfladenbrot mit Oliven, Gurken und Chili an einer Sauce und Kaffee. Später um 09 Uhr führen mich zwei Emirati mit ihrem Patrol direkt zum Festival Zelt, etwas ausserhalb des Zentrums. Viele Bauern bringen mit ihren indischen oder pakistanischen Angestellten die frisch gepflückten Datteln zur Ausstellungshalle.
Das Dattelfest in Liwa dauert rund drei Wochen und heute ist der letzte Tag. Die Ausstellung ist eine Art Olma - ohne Viehausstellung - und die Hauptattraktion sind die -zig verschiedenen Dattelarten in rot, braun, gelb, beige oder orange. Einheimisches Handwerk wird gezeigt, Palmen verkauft und alle möglichen Produkte der Dattelverarbeitung angeboten. Abends werden rund 50 mit Datteln gefüllte Körbe versteigert, die bis zu 160'000 AED (CHF 50'000) erreichen können. In meinem ganzen Leben habe ich noch nie so viele Datteln gegessen wie hier in Liwa.
Die meisten Leute in dieser Gegend sprechen Arabisch und nur wenig Englisch, deshalb helfen mir zwei Polizisten und ein Soldat bei der Konversation mit Ausstellern. Bei arabischem Kaffee unterhalten wir uns über die Westregion und ihre Sitten. Gegen 12 Uhr senden sie einen Fahrer, der mich zu ihrer Familie bringt, damit ich mich bis zum Abend ausruhen kann. Nachmittags um 15 Uhr kommen die Männer vom Dienst zurück. Zum Essen gibt es auf einem riesen grossen Tablett gelben und weissen Reis mit Zwiebeln, darauf grosse Stücke vom Rind und von einem jungen Kamel, das sie extra geschlachtet haben. Ich darf auswählen, ob ich auf der Seite des weissen oder gelben Reis Platz nehme. Ich entscheide mich für den gelben. Der Reis ist so heiss, dass wir ihn mit Nature Yoghurt vermischen - gegessen wrid mit der rechten Hand.
Später machen sich Ahmed und ich auf zum Souq, wo wir in einem Café eine Shishah rauchen. Ein Freund von Ahmed sitzt am Laptop mit wireless Empfang und er zeigt uns die Bilder von Falken, die er nächstens kaufen will. Die Falken werden in Deutschland, Oesterreich, in Pakistan und Indien gezüchtet und sie werden im Alter von rund 6 Monaten bis 1 Jahr verkauft. Zur Jagd fliegen die Emirati nach Lybien, Saudi Arabien, Iran oder Pakistan.
Schliesslich fahren wir zum Festival Zelt. Dort geht es jetzt zu und her wie in einem Bienenhaus. Inder und Pakistani bringen Datteln von ihren arabischen Farmern zur Ausstellung. Die Datteln werden von Fachleuten geprüft und es gibt Auszeichnungen für die besten Datteln. Vor ein paar Tagen kam der Sohn des rulers von Abu Dhabi vorbei und hat allen Bauern ein Fahrzeug und 25'000 AED (rund CHF 8'000) geschenkt, als Anerkennung für die grosse Arbeit rund um die Dattelzucht.
Gleich daneben sendet Radio FM Abu Dhabi live über das Dattelfest. Viele Einheimische drängen sich um die Moderatoren, damit sie einen Gruss in den Aether senden können - die Frauen und Männer strikt getrennt.
Auf einem 10 Meter langen Tablett liegen rund 600 kg Datteln bereit, ein Beitrag zum Guiness Buch der Rekorde als grösste Dattelplatte. Etwas weiter daneben findet die Versteigerung der Dattelkörbe statt. Hier werden Summen bis zu 30'000 AED (rund CHF 9'000) geboten.
Spät abends fahren wir nach Hause, etwas ausserhalb von Liwa, in ein Viertel, wo die arabische Bevölkerung in stattlichen Häusern wohnt, die der ruler allen Staatsangestellten geschenkt hat. Wir werden bewirtet vom benghalischen Hausangestellten: arabischer Kaffee, Tee in zwei Sorten, Kleingebäck und Datteln in 10 kg Körben, dazu Makkaroni. Das Kleingebäck erinnert mich an die schweizerischen Nuss-Schnecken - hier sind die Blätterteiggebäcke gefüllt mit einer Art Pesto-, Olivensauce und sie schmecken ausgezeichnet. Wir schauen Arab TV, sprechen über den Koran, über die Verheiratung der Frauen in dieser Gegend, über das Familienleben und über die Falkenjagd. Später gibt es wieder Reis und Fleisch.
Im Majlis – im Versammlungsraum des Hauses – lege ich mich unter einer dicken Nordischen Decke schlafen. Der kühle Wind von der Klimaanlage bläst mir ins Gesicht und es fühlt sich an, als läge ich in einem Kühlhaus. Die Aussentemperaturen während Juli und August schwanken in dieser Gegend um 40 Grad und höher – die Räume werden auf rund 18 Grad herunter gekühlt.
Die morgendliche Dusche wird zur kurzen Hitzedusche - kaltes Wasser gibt es keines. Im Aufenthaltsraum stehen wiederum arabischer Kaffee, Tee in zwei Sorten, Fladenbrot, Honig und Datteln bereit. Später gibt es Reis, getoppt mit fünf gegrillten Poulets. Wer das alles essen soll? Ahmed erklärt mir, dass diese Platten in den nächsten Häusern weitergereicht werden, wenn wir fertig seien.
Um 16 Uhr begebe ich mich auf die Fahrt Richtung Abu Dhabi, vorbei an den hohen Sanddünen und Oasen. Das Aussenthermometer zeigt 53 Grad. Mit 160 km/h rase ich über den heissen Asphalt, Höchstgeschwindigkeit wird mit 80 km/h angezeigt, aber niemand hält sich daran.
In Madinat Zayed mache ich einen kurzen Halt, um einen Blick ins Automobilmuseum zu werfen. Im Café sitzen drei Inder und spielen Domino. Das Museum sei um 17 Uhr geschlossen, aber ich könne trotzdem kurz hineinschauen. Viele historische Fahrzeuge stehen in einer Halle, die geformt ist wie eine Pyramide. Lamborghinis, Mercedes, Willis und viele andere skurrile Fahrzeuge werden hier gezeigt - im Mittelpunkt der übergrosse Dodge.
Nach Dubai ist wieder alles bestens beschildert und der Verkehr etwas aggressiver - ich bin wieder zurück in der Welt des Business.
Freitag, 1. August 2008
SCHWEIZER BUS IN ABU DHABI
Anlässlich des Nationalfeiertags werden in Abu Dhabi einen Monat lang zwei Busse die City mit dem Flughafen verbinden - initiiert vom CH Botschafter und gesponsert vom Swiss Business Council, der Swiss Embassy und den städtischen Verkehrsbetrieben Abu Dhabi.
Donnerstag, 31. Juli 2008
NATIONALFEIERTAG IN DER SWISS RESIDENCE ABU DHABI
Bereits einen Tag vor dem offiziellen Feiertag haben wir auf Einladung des Schweizer Botschafters den Nationalfeiertag gefeiert - kurze Ansprache des Botschafters, die beiden Nationalhymnen der UAE und der Schweiz anhören und Torte anschneiden.
Vertreten waren Botschafter verschiedener Länder in den UAE und Vertreter aus der Business Society. Auf dem Bild Botschafter von Korea, zweiter von links und Botschafter von Oman, zweiter von rechts.
Umweltminister UAE und CH-Botschafter, rechts daneben der CH Generalkonsul.
Alphorn und Oudh
Mittwoch, 30. Juli 2008
Am vergangenen Wochenende fand in Liwa, rund 250 km von Abu Dhabi entfernt, eine Massenhochzeit statt - rund 170 Paare wurden getraut, rund 7'000 Gäste waren anwesend und das ganze war gesponsert von der Royal Family, da sich nicht alle Familien in der westlichen Region von Abu Dhabi eine aufwendige Hochzeit leisten können. Eine Hochzeit hier kostet rund AED 350'000 (CHF 100'000).
Viele Männer haben sich nur eine Woche vor dem Liwa Festival dazu entschieden zu heiraten. Das Liwa Festival ist das grösste Fest der Dattelernte in den UAE und dauert rund 3 Wochen.
Freitag, 25. Juli 2008
ZUM 25-JAHRE JUBILAEUM VOLVO - MEINE ERSTE PANNE
Seit just 25 Jahren fahre ich Volvo. Wohl habe ich die Batterie in der Wüste zu arg belastet mit Klimaanlage auf Hochtouren in der Mittagshitze um 48 Grad. Beim Museum in Ras Al Khaimah ging dann nichts mehr.
In der nächstgelegenen Strasse gibt mir ein Teeladenbesitzer die Weisung, wo ich eine Garage finde. Ein paar Meter um die Ecke finde ich verschiedene Autowerkstätten. Doch niemand ist interessiert, ein Kabel und ein Fahrzeug zum Ueberbrücken zu liefern. Der eine hat ein Kabel aber kein Fahrzeug, der andere ein Fahrzeug aber keine Kabel. Verständlich auch, dass niemand helfen will: es ist Mittagspause.
Der Inder vom Teeladen schaut vorbei und vereinbart mit den Werkern, dass er mir hilft -Kabel und Fahrzeug perfekt. Er riecht wohl irgend einen Braten. Doch beim Starten meines Volvo tut sich immer noch nichts. Abbruch. Ich rufe die Volvo Garage in Festival City Dubai an. Sie erklären mir, dass das Fahrzeug noch unter Garantie steht und dass sie einen Fahrer schicken, den Volvo nach Dubai zu transportieren. Wartezeit 2 Stunden.
Schliesslich gebe ich dem Inder ein Trinkgeld - er winkt ab - stattdessen gibt er mir die Mobilenummer seiner Tochter an - die sei noch nicht verheiratet. Aha.
Die nächsten zwei Stunden verbringe ich im Museum - dem ehemaligen Wohnhaus der Herrscherfamilie der Qawasim. Für Tee und gute Unterhaltung mit den beiden Securitas aus Belutschistan (Ost-Iran) ist gesorgt. Am Samstag kann ich mein Fahrzeug mit neuer Batterie wieder abholen.
Unten: Government of Ras Al Khaimah
Freitag, 18. Juli 2008
NEUES HOTEL - WESTIN DUBAI
Heute gehe ich wieder mal auf Entdeckungstour, das neue WESTIN hat erst kürzlich seine Tore geöffnet. Dekorative Elemente sind Glas Applikationen im contemporary Tiffany Stil.
Donnerstag, 17. Juli 2008
200'000 ARBEITSKRAEFTE GESUCHT
Ras al Khaimah, das nördlichste Emirat der UAE holt auf. Rund 20 FiveStar Hotels und riesige Inseln ähnlich der Palmen von Dubai sind in Planung. Rakeen, die Projekt Gesellschaft erwähnt in THE NATIONAL, dass sie in den nächsten Monaten dringend 200'000 neue Arbeitskräfte benötigt. Wer Lust hat bei über 40 Grad in der Wüste zu arbeiten, melde sich in Ras Al Khaimah.
Mittwoch, 16. Juli 2008
KNAST FUER SEX AM STRAND
In zwei Wochen wurden in Dubai 79 Personen wegen unsittlichen Benehmens abgeführt. Der Fall der Engländerin, die mit ihrem Freund Sex am Strand hatte, ist da keine Ausnahme. Was über den Begrüssungskuss hinausgeht, wird hier mit Strafen geahndet.
Donnerstag, 10. Juli 2008
IRAN
Das Säbelrasseln und die Drohungen von Iran über Kontrolle des Persischen Golf füllen hier die Zeitungen und die Web Informationsdienste. Laut ArabianBusiness Online News würden 60% der expatriates Dubai verlassen, käme es zu militärischen Aktionen im Golf.
PIZZA OFEN
Nach 4 Tagen Beratungen wurden heute die Fenster in der zukünftigen, nachbarlichen Pizzeria herausgenommen und der Pizzaofen installiert. Die Fenster wurden heute Abend wieder "eingehämmert". Siehe 7. Juli 08.
Montag, 7. Juli 2008
PIZZERIA BEIM NACHBAR
Von meinem Büro aus sehe ich, was in meinem nachbarlichen Gebäude alles vorgeht. Nachdem ich bereits im November 07 geglaubt hatte, dass sich das Haus mit Hunderten von Nachbarn füllt, steht es zwar fertig, aber die Firma wartet wohl immer noch auf die entsprechende Lizenz. Vor dem Haus zieht sich ein wunderschöner Pflasterstein Gehsteig vorbei. Bereits zum zweiten Mal wurde dieser innerhalb von drei Monaten aufgebuddelt und wieder neu gepflästert. Dubai Planungs- und Beschäftigungsprogramm.
Heute morgen ist vor einem Geschäft ein Pizza Ofen abgeladen worden ... und während des ganzen Tages fahren Autos hin und weg und Männer debatieren, wie sie den fertigen Ofen durch die ca. 1.20 breite Glastüre befördern könnten. Bei unseren rund 45 - 50 Grad könnten die Pizzas ja auch im Freien zubereitet werden.
Sonntag, 6. Juli 2008
ICH BIN WIEDER TOURIST
Nachdem ich heute kurz nach Oman gefahren bin, um an der Grenze meine Residenz Visa von der Schule zu streichen, bin ich in Hatta wieder in die UAE eingereist und habe ein Visit Visa für 60 Tage erhalten. Hätte ich dies nicht umgewandelt, würde ich Gefahr laufen des Landes verwiesen zu werden.... und das kann mir ja nicht leisten, währenddem ich eine Firma aufbaue.
Samstag, 5. Juli 2008
AJMAN - LICHTSIGNAL MIT COUNTDOWN
In Ajman gibt es bei den meisten Lichtsignalen ein Countdown System, bei dem der nächste Wechsel von Rot- zu Grünlichtphase im Sekunden Contdown angegeben wird. Gute Idee!
Freitag, 4. Juli 2008
BUERO - SWISS ART GATE UAE
Nun habe ich die alten Möbel aus der Wohnung raus und mir ein Büro für die neue Firma swiss art gate uae eingerichtet.
Montag, 23. Juni 2008
HOECHSTER SPRINGBRUNNEN
In einigen Monaten wird vor dem Burj Dubai ein Springbrunnen in die Höhe schiessen: 275 Meter - der höchste der Welt. Ein Name dafür wird noch gesucht und ab August können alle residents einen Namen für den Springbrunnen vorschlagen. Der Gewinner erhält AED 100'000.
Samstag, 14. Juni 2008
ZUKUNFT VORBEREITEN
Zur Zeit geht es recht busy zu und her mit dem Aufbau meiner neuen Zukunft. Ich bin daran den Business Plan zu vervollständigen um diesen in zwei Wochen in Dubai Media City einzureichen. Mit der neuen Firma werde ich Corporate Events und Kultur Austauschprojekte zwischen der Schweiz und den Vereinigten Arabischen Emiraten organisieren.
Samstag, 13. Juni 2008
SPACE FLIGHTS VON DEN UAE
VIRGIN Galactic kündigt an innerhalb der nächsten zwei Jahre Flüge ins Universum anzubieten, Ausgangspunkt seien die United Arab Emirates und Kunden gäbe es genug, welche die hohen Ticketpreise bezahlen würden. Voererst gibt es 12-18 Monate Testflüge, bevor gestartet wird. Ein Passagier wird innerhalb von 3 Tagen auf den Flug vorbereitet.
Mutiges Projekt, wenn es dann zustande kommt - inshallah.
Sonntag, 8. Juni 2008
ALLE DREI MINUTEN EIN VERKEHRSUNFALL
Dubai Police hat Zahlen veröffentlicht, wonach alle drei Minuten in Dubai ein Unfall passiert. Es vergeht wohl kein Tag, da ich nicht an einem Unfall oder an einem Unfallwagen der vergangenen Tage vorbeifahre.
Samstag, 7. Juni 2008
ARBEITER NICHT GLEICH EINWOHNER
In der Zeitung 7Days ärgert sich ein Leserbriefschreiber, dass in ihrem Gebäude viele Labourers (Arbeiter) untergebracht sind, ca. acht in einer Wohnung für vier Personen und sie machen ganz schön Lärm, laut Bericht.
Die Vermieter sind ganz schön schlau geworden um die Mieten zu erhöhen. Sie bringen in den Wohnungen von Ueberbauungen Arbeiter in grosser Anzahl unter, die eben "lärmig" sind. Die früheren Bewohner beschweren sich, und da sie von den Vermietern nicht erhört werden, ziehen sie aus. Neue Verträge - höhere Mietzinsen.
Der/die Leserbriefschreiber/in weist darauf hin, dass Labourer nicht in Residence Areas untergebracht werden sollen. Dazu seien die Laborour Camps da. Ganz schön rassistisch. Die Labourer bauen seit Jahren ganz Dubai auf. Labourer nicht gleich Einwohner.
Freitag, 6. Juni 2008
DREI TAGE STAATSTRAUER
Der Bruder, Shaikh Nasser Bin Zayed Al Nahyan, des Präsidenten der United Arab Emirates, Shaikh Khalifa Bin Zayed Al Nahyan, ist durch einen Helikopterabsturz ins Gulf Meer tödlich verletzt worden. Drei Tage Staatstrauer sind angesagt.
Sonntag, 1. Juni 2008
SAADIYAT ISLAND
Am Donnerstag war ich auf Erkundungstour wie weit die Arbeiten am Saadiyat Island Kulturprojekt vorangeschritten sind. Vom Festland wird erst eine Brücke gebaut. Diese soll bis August/September 2009 fertiggestellt sein. Erst dann beginnen die Arbeiten auf der Insel mit dem Louvre Abu Dhabi, dem Guggenheim Museum usw. Zur Zeit besteht ein Fährenbetrieb zur Insel.
Sonntag, 25. Mai 2008
KEIN CERTIFICAT BEI ZERSTOERUNGSWUT
Das Bildungsministerium von Dubai greift knallhart durch. In den letzten Jahren haben viele Studentinnen und Studenten nach ihrem Schuljahresabschluss Bücher verbrannt oder vernichtet. Bücher werden in den UAE gratis zur Verfügung gestellt. Nun will das Bildungsministerium keine Certificates mehr ausstellen, wenn Studenten erwischt werden, die zerstörerisch mit dem Bildungsmaterial umgehen.
Samstag, 17. Mai 2008
ERHOLENDE OASE - BAB AL SHAMS
Heute besuche ich das Fünfstern Oasenhotel Bab Al Shams knapp 50 km von Dubai entfernt - eine idyllische Ruhestätte, umgeben von Sand und Palmen mit allem Drum und Dran, Spa, Swimming Pool, Kamelen und Ziegen. Schade, dass die Mauern mit Verputz verdeckt sind und einige Wege und Brunnen betoniert sind. Das Restaurant ist etwas gross geraten und bietet nicht unbedingt die nötige Intimität und Ruhe in der Wüste. trotzdem unbedingt empfehlenswert für einen Besuch.
Freitag, 16. Mai 2008
BAURUINEN WEGEN SCHNELLBAU
Bereits an zwei Orten in Dubai habe ich neue Bauruinen gesehen. 4 - 10 stöckige Häuser sind zum Teil auf einer Seite eingestürzt. Die Folge der zu schnellen Bauweise in Dubai.
Sonntag, 11. Mai 2008
KUENSTLICHER REGEN IN DUBAI, ABU DHABI UND AL AIN
Am Dienstag zogen von Westen her ungewöhnlich schwarze Wolken über Dubai. Um 08.10 Uhr folgte ein stürmischer Wind und einige Regentropfen nässten für kurze Zeit die Landschaft. Echter Regen - künstlich erzeugt.
Nach Angaben von Abdullah Ahmad Al Mandoos, CEO des Centre of Meteorology and Seismology, wurde das Projekt bereits 2001 gestartet - in Zusammenarbeit mit der NASA, mit dem Centre of the Atmospheric Research USA und mit der University of the Witwatersrand, Johannesburg. Im 2001 wurden 200 Flüge ausgeführt und weitere im Jahre 2003/04.
Beim Erzeugen von künstlichem Regen wird via Sprinkler, die an einem Flugzeug angebracht sind, Salz oder trockenes Eis (Sodium Chlorid oder Potassium Chlorid) in die Wolken gespritzt. Damit werden die kleinsten Wasserteilchen grösser und fallen später als Regen.
Das Projekt sieht vor die Wasserressourcen und den Grundwasserspiegel zu verbessern.
In den nächsten drei Monaten werden die Experimente fortgeführt. Wir können uns also in den heissen Monaten mal etwas abkühlen - Voraussetzung sind bestehende Wolkengebilde, die über die Emirate ziehen.
Samstag, 9. Mai 2008
HOT
Die heissen Temperaturen haben sich definitiv für die bevorstehende Sommerzeit angemeldet. Heute stiegen die Nachmitttagstemperaturen auf 42 Grad. Very hot.
Freitag, 1. Mai 2008
VALET PARKING
Du fährst mit dem Auto in einer Shopping Mall oder bei einem Hotel vor und dein Fahrzeug wird ohne lange Parkplatzsuche von Angestellten übernommen und zu einem Parkplatz gefahren. Nach dem Essen oder Shoppen wird das Fahrzeug meist ohne Gebühren wieder vorgefahren. Praktisch.
Dienstag, 22. April 2008
CAMEL FESTIVAL ABU DHABI
Schade, ich war in der Schweiz, als in Abu Dhabi das Camel Festival stattgefunden hat. Trotzdem habe ich einige schöne Bilder in THE NATIONAL gefunden. Die schönsten Kamele wurden gekürt und gekommen sind sie aus dem ganzen Mittleren Osten - schliesslich betrug das Preisgeld rund 37 Mio. Dirhams (rund 12 Mio. CHF). 100 Autos warteten als Geschenke für die Gewinner.
Da Dubai und Abu Dhabi sich ständig überbieten wollen, hat jetzt Abu Dhabi eine neue Zeitung lanciert: The National. Die Zetiung erscheint farbig, die Artikel sind ganzseitig, fundiert und ausführlich. The National berichtet mehr über die UAE und die Region, im Gegensatz zu Gulf News, wo Indien und Pakistan mehrere Seiten einnehmen. Ein Business Teil liegt bei. Der Sportteil ist in der Grösse eines Magazins.
Passagiere müssen nicht mehr lange in der Warteschlaufe des Telefondienstes der RTA - Road and Traffic Authority - auf eine Antwort und ein Taxi warten. Ein Taxi kann einfach per SMS bestellt werden. Wichtig ist, dass man in der Nähe einer Area mit Antenne und Code Nummer wartet. Der Kunde kann ein SMS an die Code Nummer senden. In der Buchungszentrale wird dann ein SMS an einen Taxifahrer gesendet, der sich in der Nähe befindet.
Die RTA Dubai verfügt über 6'500 Taxis.
Samstag, 19. April 2008
BURJ DUBAI - 900 METER
In der heutigen Ausgabe von Gulf News stehen die neusten Zahlen über das höchste Gebäude der Welt - Burj Dubai. 900 Meter hoch soll es werden, 200 Meter hoch sollen die Springbrunnen mit ihren Wasserfontänen tanzen und 1'200 Shops sind in der grössten Shopping Mall der Welt untergebracht. Die Mall öffnet im Dezember 2008.
In 2004 wurden in acht Stunden über 300 Wohnungen verkauft.
Zurzeit sind 630 Meter des Gebäudes vollendet. Eine 3-Zimmer-Armani-Residence (ca. 185 Quadratmeter) kostet rund 25 Millionen Dirhams (CHF 8 Mio.).
Freitag, 18. April 2008
GEKUENDIGT
Noch gut zwei Monate unterrichten, dann werde ich mich einer neuen Herausforderung stellen. Ich habe an der Schule per 30. Juni 08 gekündigt.
Die kommenden Monate werden bestimmt turbulent sein. Neuer Job, Wohnungssuche, Umzug in neue Wohnung und wiederum viele Formalitäten. Ich freue mich aber auf etwas Neues.
Mein neuer Job ist noch nicht auf Papier definiert, aber es tut sich was. Ferien gibt es diesmal keine.
Donnerstag, 17. April 2008
MUSICAL EVENING
Heute hat der jährliche Musical Evening an unserer Schule stattgefunden. Knapp 200 Studentinnen und Studenten aus Chor und Orchester gaben ihre Solo oder Ensemble Performance zum Besten.
Mit dem Abschluss des Musical Evenings fühle ich mich schon fast in Ferienstimmung. Es verbleiben noch einige Wochen Unterricht, Zeugnisse und Elterngespräche, Aufräumen und ..... Schluss mit Schule.
Donnerstag, 3. April - Freitag, 11. April 2008
FERIEN IN DER SCHWEIZ
Kurz entschlossen weilte ich eine Woche in der Schweiz - meine Mutter feierte ihren 70. Geburtstag und ich konnte sie perfekt überraschen.
Nebst zwei Tagen Schnee und mehr Regen als Sonne sind die Ferien mit vielen Terminen rasch zu Ende gegangen.
Sonntag, 30. März 2008
Am Samstag Abend gehen um 20 Uhr für 60 Minuten viele Lichter in Dubai aus. Diese Message zum Thema Global warming geht um die ganze Welt. Angefangen hatte Sydney mit einigen Stunden Vorsprung.
Samstag, 29. März 2008
EXPLOSION
Die Explosion im Al Quoz Viertel vom vergangenen Mittwoch hat einen Schaden von rund 600 Millionen AED (rund 200 Mio. CHF) angerichtet und mindestens 8 Personen sind dabei ums Leben gekommen. Etwa acht Industriegebäude sind niedergebrannt. Es werden immer noch einige Personen vermisst.
Donnerstag, 27. März 2008
20 KILOMETER KULTURHAEUSER IN DUBAI BIS 2015
Dubai setzt eins drauf. Nachdem Abu Dhabi die Kulturinsel Saadhiyat Island mit Kosten um rund 40 Milliarden CHF gelauncht hat, lässt Dubai nicht lange auf sich warten und stellt das Projekt KHOR DUBAI vor. 20 Kilometer Kultur mit 72 Kulturstätten, 10 Museen, 13 Theatern und einer Oper, die vierte im Umkreis von nur gerade 150 km. Geplant sind auch Ateliers für Künstler, Kunstgalerien, Kunst- und Kulturinstitute. Die Grenze von CHF 50 Milliarden wird wohl überschritten werden.
Ein Grund genug noch lange in dieser Gegend zu bleiben.
Mittwoch, 26. Maerz 2008
EXPLOSION - CHAOS UND SCHULFREI
Heute morgen um 07.10 Uhr ist in Dubai weit herum ein schrecklicher Knall zu hoeren. Die Kids sind auf dem Weg in die Schule. Was wir sehen: eine riesige, schwarze Rauchwolke, die wie ein Pilz zum Himmel empor steigt. In Al Quoz, im Industrieviertel sind mehrere Haeuser explodiert - anscheinend ist die Explosion auf einen Defekt in einem Lagerhaus von Feuerwerk zurueck zu fuehren.
Um 09.40 Uhr werden wir in der Schule via Lautsprecher informiert: Wegen der starken Rauchentwicklung und deren evtl. schaedlichen Gase, sind die Schulkinder gefaehrdet. Die Kids werden per Schulbus nach Hause gebracht. Keine Personen duerfen sich laengere Zeit im Freien aufhalten.
Chaos auf der Sheikh Zayed Road und Chaos vor unserer Schule. Das Al Quoz Viertel ist fuer jeglichen Verkehr abgeriegelt.
In einer Stunde sind auch die letzten Schueler von ihren Fahrern oder Eltern abgeholt worden.
OSTERSONNTAG, 23. Maerz 2008
OSTERN IN DUBAI
Ostern ist hier ein ueblicher Arbeitstag. Nur am Abend gab's feinen heissen Beinschinken mit Kartoffel Gratin - zufaellig entdeckt in Emirates Marina.
Sonntag, 16. März 2008
HATTA
Mit meinem Schweizer Besuch, Maya und Hans, habe ich einen Ausflug nach Hatta unternommen. Hatta ist ein sehr ruhiges, kleines Dorf mit eindrucksvoller Kulisse im Hintergrund - die Hatta Berge. Palmengärten, Tabakpflanzen, eine Mineralwasserquelle und das Heritage Museum sind uns bei unserem Spaziergang aufgefallen.
Freitag, 14. März 2008
SCHLIMMSTER CRASH IM MORGENNEBEL
Vor einigen Tag ereignete sich ein Horror Inferno auf der Autobahn zwischen Dubai und Abu Dhabi - der schlimmste Unfall seit je. Im Morgennebel sind 60 Fahrzeuge ineinander gekracht, 350 Personen wurden verwundet und drei Personen starben.
Wie gefährlich die Nebelschwaden sein können, habe ich in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch erlebt, als ich um 01 Uhr von Abu Dhabi nach Dubai heimkehrte. Manchmal tauchte ich auf kurzen Strecken von nur 100 Metern in den Nebel ein - Sichtweite kaum 10 Meter.
Freitag, 7. März 2008
STRAFEN IM STRASSENVERKEHR
Die Vereinigten Arabischen Emirate haben für Vergehen im Strassenverkehr ein Strafpunkte System eingeführt. Maximal kann man 24 Punkte pro Jahr Schwarze Punkte für Verkehrsdelikte sammeln, dann wird einem der Ausweis für 3 Monate entzogen. Bei weiteren 24 Punkten wird der Ausweis sechs Monate entzogen und so weiter. Pro Jahr kann man 24 Punkte sammeln, dann wird wieder bei Null begonnen.
Etwas fremd hört sich allerdings an, dass das Herumfahren ohne Fahrzeugschilder mit 24 Strafpunkten, das Töten einer Person im Strassenverkehr nur mit 12 Punkten geahndet wird. Das heisst, wenn ich zwei Personen überfahre ist das gleich schlimm, wie wenn ich ohne Schilder herumfahre (diese Informationen gemäss Gulf News und 7Days).
Samstag, 1. März 2008
SPANISCH GESCHLEMMERT
Unsere kleine Gruppe vom Englisch Kurs - bestehend aus zwei Spaniern, einer Türkin, einem Russen und einem Schweizer – hat sich zu einem Spanischen Dinner im Seville in der Wafi City verabredet. Fernando und Victor haben für uns die besten Vorspeisen, Paella und Crema Catalana ausgewählt und mit 4 Liter Sangria haben wir die leckersten Spanischen Delikatessen genossen.
Freitag, 29. Februar 2008
EIGENES FAHRZEUG
Ein Jahr lang habe ich gewartet – heute konnte ich meinen fast neuen Volvo S40 im Showroom von Festival City abholen. Inzwischen kenne ich auch die meisten Strassen mit ihren Kreiseln, Verzweigungen und ihren Tücken - vom Taxi fahren wohl verstanden - und ich war natürlich mächtig stolz darauf im eigenen Auto die Sheikh Zayed Road hinunter zu fahren.
Einziger Nachteil: Ich muss mein Auto jeden zweiten Tag vom watchman putzen lassen, weil es in der Wüste staubig ist.
Donnerstag, 28. Februar 2008
ID-CARDS - REGISTRIERUNG
Seit Sonntag müssen wir Lehrpersonen an unserer Schule am morgen vor 07.20 Uhr mit unserer neuen ID-Card elektronisch einchecken. Das sorgt für etwas Ruhe im Lehrbetrieb, weil viele Lehrpersonen spät angekommen sind und die Schule früh verlassen haben. Ab 15 Uhr darf ausgecheckt werden.
Donnerstag, 21. Februar 2008
INTERNATIONAL DAY
Wenn sich Events an unserer Schule wiederholen, merke ich, dass ich bereits mehr als ein Jahr hier in Dubai bin. Mit einem Schweizer Stand bin ich am Internationalen Tag präsent und verteile Lindt & Sprüngli Schokolade, die hier sehr beliebt ist - dazu feine gebrannte Mandeln von der Familie Roffler, deren zwei Kinder unsere Schule besuchen. Das Swiss Business Council und Swiss International Airlines haben mich unterstützt mit Flagge, Bildern und mit Geschenkartikeln.
Runde 600 Besucher – Schüler, Eltern, Gäste – sind von 16 – 19 Uhr in den Genuss von internationalem Essen, Getränk und bester Unterhaltung gekommen.
Montag, 18. Februar 2008
SKILAGER IN DER SCHWEIZ
Etwa 20 Studenten unserer Schule verbringen ab nächstem Wochenende ein einwöchiges Skilager in den Walliser Alpen. Begleitet werden sie von Sportlehrern unserer Schule.
Sonntag, 17. Februar 2008
EIN JAHR DUBAI
Bereits kann ich ein Jahr Dubai feiern. Am 16. Februar 2007 kam ich in Dubai an und seit 18. Februar 2007 unterrichte ich Musik und Orchester an der International School in Jumeirah.
Meinen Entscheid in den Middle East zu reisen bereue ich keineswegs. Allerdings gibt es bessere und interessantere Jobs hier und so bin ich in den kommenden Monaten auf Suche nach einer neuen Herausforderung in Dubai, Abu Dhabi oder in einem anderen Staat wie Bahrain, Oman, Qatar.
WAS GAMEBOY UND ARABIC FIELD TRIP GEMEINSAM HABEN?
Ein deutscher Schüler erzählt mir im Orchester: Auf ihrem eintägigen Arabic Field Trip geht es nicht nur ums Kennenlernen arabischer Bräuche, nein, jeder Schüler der sechs Klassen erhält am Ende ein Geschenk von einer Tochter von Sheikh Mohammed bin Rashed al Maktoum: einen Gameboy.
Samstag, 16. Feb. 2008
SANTANA ROCKS DUBAI
Auf dem Gelände von Festival City rockt Santana auf seiner Gitarre für über 15‘000 Besucher. Beim Eingang gibt es schon mal ein Chaos. Hunderte von Konzertbesuchern, die ihr Ticket per Internet bestellt haben, müssen vor einer Kasse mit zwei Schaltern anstehen – dies um 20.30 Uhr, eine halbe Stunde vor Konzertbeginn….. bis dann plötzlich eine Meldung durch die anstehenden Reihen geht, dass wir mit dem Ausdruck direkt zum Haupteingang gehen können. Von dort ist alles bestens organisiert. Die Securitas nehmen es nicht so ernst mit dem body check und mit dem Durchsuchen von Taschen.
Trotz seines Alters ist Santana immer noch ein Top Musiker, der mit seinen leidenschaftlichen und technisch perfekten Gitarren Solos die Zuhörer in seinen Bann zieht.
Freitag, 15. Februar 2008
SPORTTAG
Gestern waren bei sommerlichen Temperaturen über 700 Studenten der Schule am Sporttag aktiv – mit Hoch- und Weitsprung, Sprint, Fitness und Spielen. Alle vier Häuser (Khanjar, Dhows, Camels und Falcons) wetteiferten um Punkte. Von 08 – 15 Uhr hatte ich zu den geraden Stunden Aufsicht vor der Kantine und dem Main Gate, damit keine Schüler das Schulgelände verlassen.
Donnerstag, 14. Februar 2008
VALENTINSTAG
LOVERS DAY – so wird der Valentinstag im Mittleren Osten auch verkauft – ja regelrecht verkauft. Business ist wohl die erste Botschaft. Seit Wochen gibt es Ankündigungen und Promotions für den Valentinstag. Selbst die 11-jährigen Schüler meiner Form Class bringen Rosen, Karten und Pralinen in den Unterricht und verteilen sie an Schülerinnen und Lehrkräfte.
Mittwoch, 13. Februar 2008
SCHULSCHWAENZEN – KONSEQUENZEN FÜR LEHRER
Nachdem vor zwei Tagen einer meiner VIP-Schueler die Schule geschwänzt hatte, verlangen die Eltern nun eine Überwachung der Ankunft von rund 700 Studenten am Morgen vor dem Schulgebäude. Also stehen ab sofort nebst den vier Securitas noch zwei Lehrkräfte vor der Schule und beobachten die ankommenden Studenten, ob sie auch wirklich von ihren Limousinen den Weg zum Schulgelände unternehmen. Wenn ein Student zwei Tage der Schule fernbleibt, müssen wir die Eltern anrufen um den Grund seiner Abwesenheit sicher zu stellen. Ist ja kein Problem für einen ausgebildeten Lehrer.
Dienstag, 12. Februar 2008
SCHULSCHWAENZER
Gestern hatte ich drei Studenten als abwesend vermerkt. Heute Morgen beim Registrieren habe ich nachgefragt, was los war. Zwei waren krank gemeldet, einer konnte nicht erklären warum. Da stand auch schon Anne, Head of Students, im Zimmer und wusste bereits, dass der Fehlbare gestern einen Tag in der Mall of the Emirates verbracht hatte. Die Eltern des Studenten hatten bereits gestern einen telefonischen Hinweis bekommen, dass der Junge sich in der Mall herumtreibt. Es ist halt nicht leicht, der Sohn eines der reichsten Unternehmer in Dubai zu sein.
Montag, 11. Februar 2008
SPEKULATION BIS 50% LOHNERHOEHUNG
Nachdem unsere Schule am Freitag Schlagzeilen gemacht hatte wegen 15 Kündigungen von Lehrpersonen, drangen heute Spekulationen aus der Administration durch, dass ab September massive Lohnerhöhungen um die 50% zu erwarten sind.
Ich glaube den Meldungen erst, wenn ich den erhöhten Lohn auf meinem Bankkonto einbezahlt bekommen habe.
Sonntag, 10. Februar 2008
SCHULE MACHT SCHLAGZEILEN
Eltern unserer Studenten haben in 7Days vom Freitag die Besorgnis ausgedrückt, dass viele Lehrpersonen gekündigt hätten. In einem Interview wurde unser Prinzipal zudem aufgefordert zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen. Klar. Die Löhne sind niedrig und das Arbeitsklima mit den Studenten recht hart.
Um neues Personal für September 08 zu rekrutieren, reiste unser Schulleiter letzte Woche nach London und kam lediglich mit zwei neuen Anwärtern zurück – 15 wären neu zu besetzen. Die Schule ist gefordert – mehr Lohn – bessere Arbeitsbedingungen.
Samstag, 9. Februar 2008
FRUEHLING HAELT EINZUG
In den vergangenen zwei Tagen ist es überraschend warm geworden. Die Nachttemperaturen sinken nicht mehr so tief wie noch vor Tagen und tagsüber steigen die Temperaturen bereits auf 25 Grad. Ich habe auf dem Dach eine Sonnenstunde genossen – die erste seit Dezember - allerdings zum Baden ist das Wasser im Pool zu kühl.
Freitag, 8. Februar 2008
MARINA WALK - THE BLUE
Heute habe ich Lust auf Muscheln und im Seafood Restaurant "The Blue" beim Marina Walk werde ich fündig. Die Muscheln sind zwar nicht so klein, wie ich sie mir vorstelle, aber trotzdem schmecken sie ausgezeichnet. Dazu probiere ich erstmals einen alkoholfreien Chardonnay - das erste und letzte Mal.
Der Marina Walk führt entlang einer künstlich angelegten Bucht und beherbergt viele Restaurants und Geschäfte. Die vielen Yachten stehen im Mittelpunkt und bilden DIE Attraktion am Marina Walk.
Donnerstag, 7. Februar 2008
INTERNET AUF KRIECHKURS
Wegen eines beschädigten Telefonkabels zwischen Ägypten und den UAE sind die Internetverbindungen in den UAE sehr langsam und unstabil. Die Reparaturen werden in den nächsten 10 Tagen abgeschlossen sein – inshallah.
Mittwoch, 6. Februar 2008
40% BAUSTOPP
Gemäss Angaben eines Koreanischen Journalisten, der mit mir den Englisch Kurs besucht, sind wegen der zurzeit hohen Preise für Baumaterial in Dubai bis zu 40% der Bauarbeiten niedergelegt. Dazu kommt, dass während einer Amnestie für illegale Bauarbeiter, im November 2007 mehrere Hundert Tausend Bauarbeiter ausgeflogen wurden. Um all diese Stellen wieder zu besetzen wird es Monate gehen.
Dienstag, 5. Februar 2008
STURM IN SICHT
Bereits am vergangenen Wochenende haben wir heftige Stürme in Dubai gespürt. Am Donnerstag hatte ich meinen Balkon gereinigt und am Freitag Morgen hatte sich eine Sandschicht auf dem Balkon angehäuft. Die Sicht ist auf wenige Meter beschränkt und die Skyline völlig im Sandsturm verschwunden.
Nun sind wieder Stürme angesagt. Als ich aufs Taxi wartete, spürte ich den Staub in meinen Augen und zwischen den Zähnen.
Montag, 4. Februar 2008
NEUER KRONPRINZ
Sheikh Mohammed bin Rashid al Maktoum hat letzte Woche seinen zweitältesten und 25-jährigen Sohn Sheikh Hamdan zum Kronprinzen und Sheikh Maktoum Bin Mohammad zum Deputy ruler ernannt.
Hamdan hat seine Ausbildung in Grossbritannien gemacht und ist bereits in vielen Aemtern in Dubai vertreten, so als Vorsitzender der Jungunternehmer , Vorsitzender der Dubai Bank, Vorsitzender des Dubai Sportsrates und Vorsitzender des Al Ahli Fußballvereins. Scheich Hamdan ist in der lokalen Gemeinde auch ein sehr beliebter arabischer Dichter.
Sonntag, 3. Februar 2008
ÜBERLADENE WOCHEN
Die vergangenen 14 Tage waren so gefüllt wie noch nie in meinem Dubai Jahr. Besuch aus der Schweiz, Zeugnisse für über 300 Studenten schreiben, Präsentation "Kultur" bei der Schweizer Botschaft, Sitzungen, Englisch Kurse zweimal die Woche und Englisch Test, Treffen mit dem Schweizer Bischof, Paul Hinder in Abu Dhabi. … und natürlich unterrichten von 8-15 Uhr. Hoffen wir, dass es wieder etwas ruhiger zu und her geht in den nächsten Wochen.
Samstag, 2. Februar 2008
TREFFEN MIT BISCHOF PAUL HINDER
Dank dem Besuch durch Vreni und Sr. Yolanda hatte ich die Gelegenheit mit ihnen in Abu Dhabi den Schweizer Bischof Paul Hinder zu treffen. Der Bischofssitz in Abu Dhabi liegt im christlichen Kirchenviertel und wirkt sehr bescheiden.
Bischof Hinder ist zuständig für die Länder Bahrain, Kuwait, Oman, Saudi Arabien, United Arab Emirates und Yemen. Beim Gespräch vernehmen wir einige interessante Begebenheiten eines katholischen Bischofs in islamischem Umfeld. Übers Wochenende besuchen rund 30‘000 Christen das Kirchenviertel in Abu Dhabi.
Samstag, 26. Januar 2008
BUSINESS ENGLISH
Seit einigen Wochen besuche ich wieder Englisch Lektionen - zweimal die Woche drei Stunden. Wir sind eine illustre Gruppe mit Leuten aus allen Berufssparten. Unsere Lehrerin ist eine Amerikanerin mit Libanon Wurzeln und vor einigen Jahren arbeitete sie als Kosmetikerin. Sie hat sich geäussert, dass sie nicht gerne unterrichtet, aber sie bemüht sich um unsere Fortschritte und wir kommen zu ganz vielen interessanten Diskussionen.
Freitag, 25. Januar 2008
DUBAI SHOPPING FESTIVAL
Nun ist es wieder eröffnet, das Dubai Shopping Festival. Einen Monat lang werden hier Milliarden umgesetzt. Hunderte von Events werden in den Malls und Hotels geboten und natürlich das Wichtigste: Einkaufen. Das Shopping Festival dauert einen Monat und all der alte Kram soll damit ausgeräumt werden und Platz schaffen für Neues.
Donnerstag, 24. Januar 2008
TRAUER AN UNSERER SCHULE
Bei einem ausserordentlichen Briefing heute morgen an unserer Schule, wurden wir über den Tod eines Lehrerkollegen informiert. Die Schülerinnen und Schüler wurden in der ersten Lektion im Theater versammelt und informiert und uns blieb Gelegenheit über den Tod nachzudenken.
Ein Lehrerkollege reiste am 19. Januar 08 nach Südafrika um bei der Beerdigung seines Schwagers, der in einem Autounfall ums Leben gekommen ist, beizuwohnen. Die Tragik wollte es, dass er am 21. Januar selbst in einen Autounfall verstrickt und dabei getötet wurde.
Donnerstag, 24. Januar 2008
TRAUER AN UNSERER SCHULE
Bei einem ausserordentlichen Briefing heute morgen an unserer Schule, wurden wir über den Tod eines Lehrerkollegen informiert. Die Schülerinnen und Schüler wurden in der ersten Lektion im Theater versammelt und informiert und uns blieb Gelegenheit über den Tod nachzudenken.
Ein Lehrerkollege reiste am 19. Januar 08 nach Südafrika um bei der Beerdigung seines Schwagers, der in einem Autounfall ums Leben gekommen ist, beizuwohnen. Die Tragik wollte es, dass er am 21. Januar selbst in einen Autounfall verstrickt und dabei getötet wurde.
Mittwoch, 23. Januar 2008
GULF NEWS
Seit 1. Januar 2008 habe ich GULF NEWS abonniert. Ein Jahresabonnement kostet 400 AED (rund CHF 140), dazu gibt’s einen Einkaufsgutschein der RIVOLI Group für 300 AED. Die Zeitung liegt jeden Morgen 365 mal um 06 Uhr vor der Türe – über ein Kilogramm Papier pro Ausgabe. Im ersten Bund Internationale und Nationale News, im zweiten Bund Business, im dritten Sport und im vierten Appointments (Job Angebote). Dazu gibt es das Tabloid, das viele Fotos von Glanz und Glamour enthält. Am Freitag liefert Gulf News eine Hochglanz Beilage mit Lifestyle Themen, am Samstag eine Beilage für Kinder mit vielen Spielen. In meiner Wohnung hat sich bereits ein Zeitungsberg angestaut.
Dienstag, 22. Januar 2008
DUBAI BUDGET 2008: AED 11.4 MIA GEWINN RECHNUNG
Sheikh Mohammed Bin Rashid al Maktoum hat das Budget für 2008 angekündigt. Bei rund 123.6 Milliarden AED (CHF 40 Milliarden) Ausgaben rechnet Dubai mit rund 135 Mia. AED (CHF 43 Mia) Einnahmen und mit einem Gewinn von über 11 Milliarden AED.
Montag, 21. Januar 2008
BEAUTIFICATION PROJECTS
Damit Dubai grüner und etwas schöner wird, werden in diesem Jahr 109 Projekte zur Verschönerung der Stadt in Angriff genommen – Ausgaben AED 463 Millionen (CHF 150 Mio.). Damit wächst die Stadt um eine zusätzliche Grünfläche von 163 Hektaren. Mit den Projekten werden Spielflächen, Sitzgelegenheiten, Wasserspiele und Jogging Wege realisiert. Hoffen wir, dass die Beautification die Lebensqualität in Dubai erhöht.
Sonntag, 20. Januar 2008
BAWADI - 51 NEUE HOTELS
Die weltgrösste Hospitality-, Konsumer-, Unterhaltungs- und Einkaufsstrasse entsteht in Dubai mit dem Bawadi Projekt von Tatweer. Gebaut werden 51 Luxushotels mit rund 60‘000 Hotelzimmern, darunter das grösste Hotel der Welt mit 6‘500 Zimmern, die grösste Shopping Mall der Welt, die alle bestehenden grössten Shopping Malls übertrifft, Hunderte von Unterhaltungsarenen für Konzert-, Theater und Tanz. Investitionen: rund AED 200 Milliarden (rund CHF 65 Mia.). Ob Dubai so viele qualifizierte Arbeitskräfte für all die Schlüsselstellen in den nächsten Jahren rekrutieren kann?
Samstag, 19. Januar 2008
BRANDS UND IHRE QUALITAET
Ob es an mir liegt oder an den Produkten, die ich gekauft habe? Wenn ich was kaufe, schaue ich immer noch auf Qualitätsprodukte - aber wohl gefehlt - wie beim Kopfhörer: Sennheiser musste es sein. Nach einem halben Jahr höre ich die Musik nur noch aus einer Hörmuschel. Den Kopfhörer bringe ich zurück. Ohne Diskussion wird er ausgetauscht.
Beim Mikrowellen Ofen habe ich auf Electrolux gesetzt und dieser ist im Dezember nach nur 9 Monaten ganz ausgestiegen. Ich warte immer noch auf das reparierte Gerät, das zurzeit bei Carfour steht. Falls es länger als 30 Tage dauert, kriege ich einen Neues.
Und dann die Badzimmer Teppiche vom Home Center. Ich wasche sie monatlich einmal. Doch seit zwei Monaten kleben sie am Boden fest. Arbeit wartet auf mich, all die hartnäckigen Klebereste vom Boden wegzukratzen.
Freitag, 18. Januar 2008
EMIRATES PALACE UND SAADIYAT IN ABU DHABI
Zum ersten Mal besuche ich das Emirates Palace in Abu Dhabi. Das staatliche Fünfsterne Hotel – inoffiziell 7 Sterne unter der Führung der Kempinski Hotelkette - ist ein Palast und eine weitere Einnahmequelle für die Zukunft, wenn die Erdölvorräte ausgehen. Eine Hauptaufgabe des Hotels ist es, Staatsgäste im Palace zu empfangen und unterzubringen, so wie Präsident Bush und sein Gefolge. Das Hotel ist 715 m lang und 114 Kuppeln zieren den Bau.
Das Hotel zeigt zurzeit eine Ausstellung über das Inselprojekt Saadiyat (Insel des Glücks), wo bis 2018 ein Weltklasse und umweltverträgliches Touristenziel mit Kulturbezirk entsteht. Mit dem Guggenheim-Museum, dem Louvre Abu Dhabi, einem Performing Arts Centre mit Oper, einem Maritime Museum und mit dem Sheikh Zayed Nationalmuseum, mit 29 Hotels, 3 Yachthäfen, 2 Golfplätzen und 19 km Strand soll es alles bieten, was eine Kulturstadt an Annehmlichkeiten aufwarten kann.
Donnerstag, 17. Januar 2008
KULTUR IN ABU DHABI
Heute fahre ich nach Abu Dhabi um etwas Kultur aufzuspüren und die verschiedenen Kulturämter kennenzulernen.
Der Taxichauffeur in Abu Dhabi spricht kaum Englisch und es ist schwierig ihm verständlich zu machen, dass ich das Ministry of Culture and Heritage besuchen will. Nach mehrmaligem erfolglosem Durchfragen bei Passanten, stellt mich der Chauffeur am Strassenrand ab. Schliesslich finde ich zu Fuss das Gebäude.
Ich will wissen, wer im Kulturamt wofür zuständig ist. Dabei werde ich im 7-Stockwerkbau von einer Etage in die andere geschickt. Was mich beeindruckt, für jede Kultursparte gibt es ein separates Amt. Das Amt für Musik, jenes für Tanz, für Fine Arts, Film, usw. Am Schluss kenne ich zwar fast alle Büros, aber ich bekomme keine Liste mit allen Adressen.
Das Culture Centre etwas weiter weg, beherbergt auf drei Stockwerken eine Riesen grosse Bibliothek, verschiedene Kultur Büros, ein kleines, romantisches Restaurant und verschiedene historische Ausstellungsobjekte. Ich interessiere mich für Traditionelle Musikinstrumente der Vereinigten Arabischen Emirate. Ein Angestellter zeigt sich sehr behilflich beim Suchen nach entsprechenden Büchern. Am Schluss sitze ich vor etwa 20 Büchern und der Tag vergeht im Nu. Das Bild oben zeigt Saadiyat Island.
Mittwoch, 16. Januar 2008
REKORD REGENFALL IN DUBAI In der Nacht auf heute hat es wiederum heftig geregnet. Alle Schulen in Dubai und in den nördlichen Emiraten bleiben heute und am Donnerstag geschlossen - 110 mm Regen am Dienstag und die Sicherheit für die Kids ist nicht mehr gewährleistet. Die Sheikh Zayed Road ist zum Teil nur auf 2 Spuren befahrbar - Chaos auf vielen anderen Strassen. Aus Tiefgaragen wird Wasser abgepumpt und die Strassen werden noch mehr überflutet. Viele Flüge waren verspätet und es gibt erst für Donnerstag Entwarnung.
Dienstag, 15. Januar 2008
REGEN – REGEN – REGEN - SCHULFREI
Die ganze Nacht hat es in Strömen geregnet. Ich habe meinen Regenmantel hervor geholt - ungewöhnlich für Dubai – Sommergewitter wie in der Schweiz.
In der Schule tropft es in einigen Schulzimmern – die Kids geniessen es und stehen im Freien unter Wasserduschen. Die Sporthalle ist bereits geflutet und an Unterricht zu denken unmöglich. Wegen exams im Musikraum musste ich eine Orchesterlektion im Theater verbringen. Ich stand im Wasser, die Kids auf der Tribüne. Selbst der Flügel steht im Wasser und eine Pumpe sorgt vergeblich für Abhilfe.
So hat der Schulleiter beschlossen, morgen die Schule zu schliessen – vielleicht auch gar Donnerstag, wenn es so weitergeht.
Angefangen hat der Regen letzte Woche – nur ganz wenig und dann immer heftiger - meistens nachts, heute auch den ganzen Tag. Die Strassen verfügen über keine Drainage und so staut sich das Wasser vor den Wohnblocks, wo einige Fahrzeuge bis zu 50 cm tief im Wasser stehen. Selbst der Fernsehempfang ist seit heute morgen unterbrochen. Bin ich im falschen Film?
Montag, 14. Januar 2008
BUSH LEGT DUBAI LAHM Nicht nur die Schulen waren heute geschlossen. Das Ministerium hat am Sonntag Abend den 14. Januar 08 kurzfristig zum Dubai Holiday erklärt. Ueber Radio und TV wurde über den freien Tag berichtet - etwas spät. Es war noch nie so ruhig in Dubai. Selbst an Ostern, Weihnachten oder während des Ramadan war es nicht so still. Nur ab und zu Helikopter Getöse über den Dächern.
Die paar Stunden, die Bush in Dubai verbracht hat, sind gerade mal Regen frei - Glück gehabt für die Dubai Promotion.
Die Sheikh Zayed Road ist frei für Mr. President und seine Entourage - 12 Spuren, Jumeirah und einige andere Quartiere in der Stadt sind abgeriegelt und es gibt Leute, die müssen den Tag nach ihrer Nachtschicht im Auto verbringen, weil alles blockiert ist.
Sonntag, 13. Januar 2008
PRAESIDENT BUSH IN DUBAI – SCHULFREI
Heute bereits nach Schulschluss muss wohl das Bildungsministerium entschieden haben, dass morgen - anlässlich des Besuches von Präsident Bush in Dubai – alle Schulen in den Vereinigten Arabischen Emiraten geschlossen bleiben. Ich habe das Telefon von der Schule um 17 Uhr erhalten – danke Mr. President.
Samstag, 12. Januar 2008
DUBAI 24 STUNDEN AUTORENNEN
Am Freitag, 11. Januar 08 um 14 Uhr starteten über 100 Teams aus mehr als 25 verschiedenen Ländern zum 24 hours race mit GT cars im Dubai Autodrome. Selbst in der Nacht zu Hause konnte ich den Motorenlärm in 15 km Entfernung noch hören.
Die letzten 2 Stunden habe ich mitverfolgt. 44 Teams erreichten die Finalrunde nach 24 Stunden. Gewonnen hat das VIP Petfoods 1 Team aus Australien mit dem Porsche 911 und mit 504 Runden. Zweiter Platz ging an das niederländische Team Bleekemolen mit 499 Runden, Dritter wurde das Delahaye Team aus Belgien mit 468 Runden.
Donnerstag, 10. Januar 2008
CAMEL RACE DUBAI
Heute morgen bin ich um halb vier aufgestanden. Ich will das camel race nicht verpassen, den Durchführungs-ort und die Startzeit kenne ich nicht - einfach am Morgen früh. Um 4.45 Uhr nehme ich das Taxi in Richtung Al Lisaili camel race track. Das Aussenthermometer zeigt 13 Grad an. 45 km Fahrt Richtung Al Ain und recht schwierig die Kamel Rennstrecke zu finden, weil nichts angeschrieben ist - anscheinend sind die Kamelrennen nur für insider gedacht. Nach mehr als einer Stunde erreichen wir ein Renngelände mit zwei Tribünen, alles steckt im Dunkeln, die Türen sind geschlossen. Die Temperatur in der Wüste: 7 Grad, morgens um 06 Uhr. Ein Araber von Dubai Sports erklärt uns, dass das Kamelrennen um 07.30 Uhr beginnt. Ich solle bei der zweiten Tribüne warten.
Das Taxi bringt mich zur zweiten Tribüne. Der Eingangsbereich ist beleuchtet, drei Männer von der Royal Guard sitzen in der VIP Lounge und trinken Tee. Ein Kellner erklärt mir, dass ich hier nicht warten kann, weil dies Sheikh Mohammeds private Lounge sei und er würde nächstens zum Rennen kommen. Zwar trage ich eine Fleece Jacke, trotzdem ist es unangenehm eine Stunde in der Kälte zu warten. Für die Oeffentlichkeit gibt es nur eine überdachte Tribüne im Freien. Ich frage die Royal Guard, ob ich in der Lounge einen Kaffee trinken darf. No problem.
Ich mache mich in der Lounge gemütlich und die Kellner servieren mir Nescafé und arabischen Kaffee, Käsetoast und Wasser. Sehr nett. Die Royal Guards erklären mir, dass sie in und um die Lounge einen security check machen mussten, bevor Sheikh Mohammed ankomme.
Um 07.15 Uhr kommt die königliche Security. Der Kellner bietet mir einen warmen Nebenraum an, wo ich bis zum Start des Rennens warten kann.
Inzwischen bereiten –zig Kameltreiber ihre Kamele vor der Rennstrecke in Warteräumen vor. Auf dem Rücken der Kamele montieren sie einen Roboter, welcher den Reiter ersetzt. Früher waren es kleine Jungs aus Indien, jetzt werden diese Reiter von Robotern aus Schweizer Produktion ersetzt. Sie haben die Aufgabe mit einer Peitsche, die sich am Roboter dreht, die Kamele anzutreiben. Die Roboter werden via Funk gesteuert.
Beim Kamelrennen fahren die Besitzer der Kamele in einem Geländefahrzeug mit dem Funkgerät neben der Rennstrecke her und lenken den Roboter, mehr oder weniger auf den Rücken des Kamels zu peitschen.
Heute wird die 4 km Strecke benutzt. Es gibt noch eine 5 und 6 km Strecke. Von verschiedenen Wartezonen werden die Kamele bis zur Pool Position geführt. Beim Start sammeln sich alle Kamele an einem Haufen vor dem Gate. Nervosität und Unruhe macht sich breit. Die Kameltreiber stehen vor ihren Kamelen und vor dem Tor. Sobald das Tor geöffnet wird, stürmen die Kamele los. Einige Kameltreiber werden überrumpelt. Links und rechts der Strecke fahren etwa 25 Fahrzeuge und zwei Landrover mit Fernsehkameras auf dem Dach, welche die Bilder auf die Tribüne übertragen. Die Kamelhirten stürmen zu den TV-Apparaten auf der öffentlichen Tribüne – für gerade 5 Minuten – dann begeben sie sich zum Zieleinlauf, wo sie ihre Kamele wieder einfangen. Die Sieger werden gefeiert und das nächste Rennen startet sogleich. Preisgeld oder Gaben gibt es heute keine. Manchmal gibt es Autos zu gewinnen.
Die Kamelrennen finden morgens um 07.30 Uhr und um 14 Uhr statt, drei- bis viermal die Woche und von Oktober bis Februar – zum Vergnügen des rulers, der Kamelbesitzer und –treiber und für Kamel Vernarrte wie ich.
Mittwoch, 9. Januar 2008
REGEN UND KAELTE
In den letzten Tagen hat es vor allem morgens mehrmals ganz kurz geregnet. Die Strasse ist sogar nass geworden. Nach 9 Monaten wieder mal Regen. In Dubai ist es kälter geworden, oft bewölkt, die Sonne scheint nur mässig und sie hat ihre Kraft verloren. Ich freue mich bereits wieder auf wärmere Tage.
Mittwoch, 2. Januar 2008
TAXIS UNTER GPS-KONTROLLE
Ein Taxifahrer, der mich von Global Village nach Hause bringt, erzählt mir, dass er von der Road and Transport Authority RTA den Auftrag via GPS bekam, zum Global Village zu fahren, um dort Kunden abzuholen. Würde er den Auftrag ignorieren, bekäme er per GPS eine Busse von 200 Dirham (CHF 70). Bei einem erneuten Ignorieren von Befehlen auf das GPS würde auf dem Display im Fahrzeug eine rote Warnung aufleuchten: Busse 500 Dirham. Diese wird am Monatsende von seinem Lohn abgezogen – knapp ein Drittel seines Monatslohns.
Dienstag, 1. Januar 2008
FESTTAGE, WER ES SICH LEISTEN KANN
In den Zeitungen und im Internet werden die Festtage für Hotels zum grossen Geschäft. Dinners mit allem Drum und Dran, bis zum Feuerwerk, werden bis zu 4‘000 Dirham (CHF 1‘300) angeboten. Während sich die Chefetagen im Hotel gemütlich feiern lassen, sind ihre Arbeiter unermüdlich am Schuften, im Strassenbau, im Tief- und Hochbau. Auf meiner Hin- und Rückfahrt am 31.12.07 und 1.1.08 zu und von Global Village sehe ich viele Gebäude und Strassenabschnitte im Scheinwerferlicht – es wird gearbeitet als wär’s ein normaler Arbeitstag – 365 Tage – 24 Stunden.
Montag, 31. Dezember 2007
SILVESTER – NEW YEARS EVE AT GLOBAL VILLAGE
Ich entschliesse mich den Abend in Global Village zu verbringen. Im Global Village stehen während rund vier Monaten Gebäude und Pavillons aus verschiedenen Ländern, und … viele, viele Bahnen – ähnlich wie an der LUGA. Die Händler bieten Produkte aus ihren eigenen Ländern an. Markenprodukte gibt es keine, oder fast keine (Cinnabon und PizzaHut sind zwei der wenigen Ausnahmen) – das pure Gegenteil der Shopping Malls. Und die Produkte werden recht günstig angeboten. Vor den Pavillons können die Besucher sich einlullen lassen von der Folklore Musik und Tanz aus den entsprechenden Ländern und Kontinenten.
Am Eingang kaufe ich ein Ticket. Die Verkäuferin sagt mir, dass heute Familientag sei und sie mir kein Ticket verkaufen darf. Mist. Ich insistiere, dass ich extra hierher gereist sei. Die Verkäuferin gibt mir ein Ticket für 5 Dirham (CHF 2) und sie rät mir, sich einer Familie anzuschliessen. Die Besucher heute Abend sind vor allem Araber aus den UAE und den angrenzenden Staaten. Zu Hunderten strömen sie zum Eingang. Ich sehe nicht grad wie ein Araber aus, also warte ich, bis ich eine europäische Familie finde. Gefunden – zwei Familien, die aus Qatar angereist sind – Australier und Engländer mit ihren 4 Kindern. No problem. Die beiden Familien geben noch kurz ihre Namen an und schwupps, ich bin drin.
Um einen Fluss und einen kleinen See gruppieren sich all die Ländermärkte mit täuschend echten Fassaden, wie im Disneyland - Global Village.
Auf der Seebühne werden täglich Tanzproduktionen gezeigt – heute Abend eine Produktion aus Bulgarien. In transparenten Plastikkugeln - bis zu 3m Durchmesser – gleiten Tänzerinnen und Tänzer über das Wasser, animiert von bombastischer Musik und feuerspeienden Tauchern. Ein paar Tausend Besucher verfolgen rund um den See das Spektakel.
Um 24 Uhr startet ein riesiges Feuerwerk – von der Piazza aus gut sichtbar. Die meisten Besucher kümmert’s wenig, Feuerwerke gibt es hier zur Genüge - abgesehen davon, dass man sich zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort aufhält. Angestossen wird nicht – alkoholfreie Zone. Happy New Year.
Freitag, 28. Dezember 2007
RAFFLES
Raffles hat kürzlich ein neues Hotel bei Wafi City eröffnet. Bei meiner Erkundungstour bleibt mir die Spuke weg – die Lobby sehr grosszügig im Aegypten Touch. Zum Espresso gibt es ein Grand Cru – mit ganz wenig Salz – speziell.
Ich werde durch die verschiedenen Restaurants im dritten Stock geführt – einmalig. Da gäbe es noch im 17. Stock das Chinesische Restaurant. Von diesem Restaurant aus gibt es 360 Grad Blick über Dubai. Noch ein Stockwerk höher sei die Bar. Die muss ich natürlich auch sehen – und überall stehen Securitas – auch bei der nächsten Treppe. Was denn da oben sei? Das sei die VIP China Moon. Nach kurzem Gespräch bekomme ich dann doch den Zutritt und eine Chinesin begleitet mich auf meiner Tour. Die Bar ist zwar um 22 Uhr noch leer, nur ein paar Touristen. Bei kurzem Gedankenaustausch über die herrliche Bar und deren Aussicht merken wir, dass wir Schweizerdeutsch sprechen können. Der Operationsmanager ist ein Schweizer.
Donnerstag, 27. Dezember 2007
PASSFOTO
Damit ich meinen Burkina Faso Pass verlängern kann, brauche ich neue Passbilder. In Bur Dubai finde ich ein Geschäft, das für 20 Dirham (CHF 7) 8 Bilder auf Fotopapier und CD-ROM abliefert. Nicht mal zwei Minuten hat die Prozedur gedauert. Für das Retouchieren und Drucken braucht der Fotograf 30 Minuten. In dieser Zeit geniesse ich im Al Bastakiya ein arabisches Menu. Für die Vorspeise gibt es acht Schüsseln mit verschiedenen Häppchen und Saucen und einen erfrischenden, kalten Minzentee.
Als ich das Foto abhole, erklärt mir der Fotograf mit Stolz, dass er das Foto etwas retouchiert habe – und wie! Zum Glück hat er die Nase nicht auch noch weggeschrubbt.
Mittwoch, 26. Dezember 2007
LAMBORGHINI ESPRESSO
Auf meiner Tour durch verschiedene 5-Stern Hotels gibt es immer wieder etwas Interessantes zu entdecken. An der Kaffee Bar des Marina Towers gibt’s einen ausgezeichneten Lamborghini Espresso und zum Naschen eine ganze Schachtel mit Weihnachtsguetzli – hausgemacht. Das Restaurant ist erst seit einigen Tagen neu eröffnet. Der Kellner erklärt mir das Prinzip des Restaurants. Der Kunde kann das Essen am Counter selber zusammenstellen, alles Frischware. Ich kaufe einen dunklen Pfünder - es ist wohl das beste Brot in Dubai und hält sich mehrere Tage frisch.
In der Bar sitzt inzwischen ein zweiter Gast, ein Glas Bier vor sich. Nein, nicht die gleiche Story wie vor einigen Tagen. Er ist mit der ganzen Familie aus Yemen angereist und hat zwei Hotelzimmer für acht Personen gemietet. Seine Familie ist in den Hotelzimmern versammelt, während er sich heimlich zwei, drei Bier geniesst, was in Yemen verboten ist. Er ärgert sich über vier arabische Frauen, die im Restaurant nebenan kichern und zwischendurch laut heraus lachen. Frauen sollen sich ruhig und diskret verhalten.
Dienstag, 25. Dezember 2007
CHRISTMAS IM POLO CLUB
Im Polo Club von Dubai bin ich mit einer australischen Familie und einem Ehepaar mit Kind aus England/Südafrika verabredet. Das erste Mal in meinem Leben – Weihnachten bei sommerlichen 27 Grad im Ausland. Im indoor Restaurant ist ein umfangreiches, internationales Buffet mit Vorspeisen und Dessert aufgebaut, im Freien kann man den Teller mit Speisen für den Hauptgang füllen, von Entenleber, über Lammkottelets, Kartoffelgratin, Pasta bis Shawarma. Auf den Tischen liegen Wundertüten und … Kids wie Erwachsene haben Spass an den Krönchen, Girlanden und den Hupen. Sean stürzt damit ein Rotweinglas um - direkt über Janetts weisses Kleid. Mir kommt es vor wie an einer Silvesterparty.
Schliesslich fahren wir zu Espresso und einem Liqueur zu John, der in Arabian Ranches ein Haus besitzt. Von der Wohnungstür bahnen wir uns einen Weg durch den Dschungel an Spielwaren bis zu einem Sitzplatz in der Stube oder im Garten. Viele Geschenke liegen noch halbwegs in ihren Verpackungen. Der kleine Paul demonstriert uns eines seiner Weihnachtsgeschenke: eine Kids Paintballwaffe. Gelbe, rote, blaue und grüne Kugeln schiesst er auf alle Wände im Garten, auf die Glasscheiben und an die Hausfront. Schliesslich zeigt er uns, wie weit er in die Luft schiessen kann – die Kugeln landen in Nachbars Garten. Selbst wir Gäste sind von den bunten Farben nicht verschont – wasserlöslich – die nächste Wäsche wird es beweisen.
Montag, 24. Dezember 2007
CHRISTMAS IN BUR DUBAI
Gegen 16 Uhr nehme ich ein Taxi nach Bur Dubai. Ich besuche das Museum Al Fahidi. Es scheint nicht besonders gross zu sein und die paar Wohnszenen, die hier gezeigt werden, habe ich schon selber erlebt – in West Afrika. Doch interessant – ein Weg führt in das untere Geschoss. Welche Ueberraschung – auf eindrückliche Weise und mit Multimedia Einsatz werden auf grosser Fläche Szenen aus dem UAE Leben von vor 20 Jahren gezeigt, als es noch Schmiede, Holzschnitzer, Korbflechter und Perlentaucher gab. Ich erfahre sehr viel über das Leben in der Wüste und in Oasen, über die Bedeutung der Sterne, der Winde, über Sonne und Mond und deren Einfluss auf das Leben der Beduinen - und alles ist sehr echt nachgebaut.
Später streife ich durch den Textilmarkt in Bur Dubai, ich habe Lust auf eine indische Suppe, feines Brot und … einen Espresso.
In einem Brillengeschäft finde ich eine passende Sonnenbrille. Ich muss einen Augentest machen und …. in zwei Tagen kann ich die Brille abholen.
Das Quartier am Creek wird zur Zeit umgebaut in eine arabische Kleinstadt und ich finde im Al Bastakiya ein herrliches, arabisches Restaurant, wo ich einen Minzentee mit Zimt im Silberkännchen serviert bekomme.
Sonntag, 23. Dezember 2007
BRIDGES
Im Bridges, einer Lounge im Fairmont Hotel, finde ich endlich einen geeigneten Raum für mein Projekt. Nur der F & B Manager wird entscheiden, ob ich dort die Symphonic Lounge anbieten kann.
An der Bar trinke ich einen echt italienischen Espresso. Mit zwei locals, gekleidet in ihrer weissen Kandura und Ghutra, komme ich ins Gespräch. Sie arbeiten an der Passkontrolle am Airport und haben soeben ihren Dienst beendet. Ali bietet mir ein Bier an. Später folgt ein KMI, ein Gemisch aus verschiedenen, süssen Liqueurs. Ali spielt Oudh, eine arabische Gitarre mit 6 doppelten Saiten. Sein Freund spielt mir einen Song von seinem Handy vor. Ich will eine Runde ausgeben, Ali lehnt aber ab und bestellt gleich eine neue Runde auf seine Rechnung. Dazu ein heart attack, wiederum ein Mix aus Liqueurs.
Es ist bereits 1 Uhr und drei Freunde aus Saudi Arabien gesellen sich zu uns, einer ist Chemie Lehrer in Riyadh. In Saudi Arabien ist Alkohol ganz verboten und äusserst schwierig sei es, Spirituosen schwarz zu erhalten. Also geniessen sie die 5 Tage in Dubai.
Ali ist spendierfreudig und wir kriegen eine weitere Runde Bier, dazu einen Mini Irish Coffee zum Anfeuern und ex mit Trinkhalm. Der Kellner bietet uns eine Cigarre an. Mit der Guillotine schnipsen wir die Cigarre zurecht. Weitere Biers und Liqueurs folgen. Glücklicherweise schliesst die Bar um 03 Uhr, sonst würde ich immer noch dort sitzen .... oder unter der Bar.
Samstag, 22. Dezember 2007
TANG
Ein ganz spezielles Restaurant mit neusten kulinarischen Trends aus New York, Paris und London befindet sich im Le Meridien Mina Seyahi. Rot, weiss und schwarz sind vorherrschende Farben. Jeder Tisch steht in einer eigenen Nische und die Rückenlehnen der Stühle sind so hoch, dass man sich wie in einem kleinen Käfig fühlt.
Freitag, 21. Dezember 2007
DREAM OF DUBAI
Auf der Suche nach einer schönen Lounge für die Symphonic Lounge gelange ich zum Barasti – wohl der grösste open air Beach Nightclub in Dubai, gleich neben dem Le Meridien Mina Seyahi am Jumeirah Beach. Auf drei Stockwerken gibt es Bars, Lounges, Liegestühle im Sand, süsslicher Shisha smell liegt in der Luft und überall stehen auf den Tischen Bier- oder Weingläser – ungewohnt für Dubai, jeden Abend anderer Musikstil. Ein langer, breiter Steg führt in einem Bogen ins Meer hinaus. Bis 50 Meter lange Yachten wie in Cannes oder Monaco ankern Bug an Bug – auf einer steht „Dream of Dubai“- im Hintergrund die Skyline Dubais mit vielen, vielen Kranen.
Donnerstag, 20. Dezember 2007
BEGRUESSUNG AUF ARABISCH
Mittwoch, 19. Dezember 2007
WEIHNAECHTLICHE UEBERRASCHUNG
Vor einigen Tagen lag ein Zettel in meinem pigeon hole, ich müsse mich beim Finanzverwalter der Schule melden. Am gleichen Tag ging ich bei ihm vorbei und er händigte mir einen Cheque mit knapp 3‘500 Dirham (rund CHF 1‘100) aus - der Lohnanteil für Juli/August 07, der mir vorenthalten wurde.
Am 17. Dezember 07 habe ich den Cheque bei der Emirates Bank eingelöst. Der Beamte sagte mir, ich hätte Glück gehabt, am 25. Dezember wäre der Cheque abgelaufen. Der Cheque wurde am 25. Juni 07 ausgestellt – unverständlich, warum ich das Geld erst 6 Monate später erhalten habe.
Dienstag, 18. Dezember 2007
CHRISTBAUM
Nun habe ich endlich meinen Christbaum auf dem Balkon installiert. Plastik Föhre mit Zäpfli und Schnee-Deko, dazu zwei blinkende Lichterketten. Allerdings muss ich jetzt meine Wäsche in der Wohnung trocknen, da kein Platz auf dem Balkon.
Frohe Weihnachten.
Montag, 17. Dezember 2007
FEIERTAGE – ID AL ADHA
Auf unserer Tour mit Walti und Brigitte durch Dubais Shopping Malls, mit Kaffee Pausen und Abendessen wollen wir den Abend auf der Terrasse des Jumeirah Beach Hotels mit einem Glas Wein abschliessen. Die Bar ist geschlossen. Pech. Wir versuchen es im Grosvenor Hotel und wir treffen ebenfalls eine geschlossene Bar an. Da die nächsten drei Tage die ID AL ADHA Festtage gefeiert werden, sind die Bars bereits am Vorabend geschlossen.
An ID AL ADHA wird die Pilgerreise auf den Mount Arafat gefeiert.
Im Japengo habe ich eine Rindfleisch Suppe bestellt. Bekommen habe ich einen Familientopf mit viel Rindfleisch und köstlichen Beilagen.
Sonntag, 16. Dezember 2007
WEIHNACHTEN OHNE STRESS
Ich mag mich nicht erinnern, wann ich so relaxte Adventstage wie hier erlebt habe. Keine Chorproben, keine Spezialproben, keine Adventsmessen spielen, mal nicht üben für die vier verschiedenen Messen an Weihnachten oder für Silvester Abend und Neujahrsmorgen.
Für Weihnachten plane ich mal überhaupt nichts und lasse die Tage ruhig auf mich zukommen.
Samstag, 15. Dezember 2007
SANTANA IN DUBAI
Im Rausch des Cuban Konzerts von Gloria Estefan habe ich ein Ticket gekauft für das SANTANA Konzert am 15. Februar 2008. Und ich freue mich jetzt schon riesig die Musiklegende live in Dubai hören zu können.
Freitag, 14. Dezember 2007
EMILIO UND GLORIA ESTEFAN
Bequem auf grossen Sitzkissen und in friedlicher Open Air Atmosphäre haben rund 1‘000 Personen den Film „90 Millas – 90 Miles“ von Emilio Estefan auf der Media City Wiese verfolgt. Im Dokumentarfilm zeigt Estefan die Geschichte des Salsa auf und wie die CD "90 Millas" entstanden ist. Viele Interviews und Musik von drei Generationen machen den Film zu einem historischen Musikdokument: Cachao, Paquito D’Rivera, Nelson Gonzalez, Andy Garcia , Jose Feliciano, Carlos Santana, Sheila A., Arturo Sandoval, Pit Bull and Wisin & Yandel.
Im Anschluss an den Film versprühte Gloria ihre volle Energie mit Hits aus alten Zeiten aber auch mit Musik aus ihrer aktuellen CD „90 Millas“. Johnny Pacheco, der auf 50 Jahre Musikkarriere zurückblicken kann, wurde mit einem Elektromobil zur VIP Lounge gefahren, von wo er die Menge begrüsste und das Konzert mitverfolgte.
Donnerstag, 13. Dezember 2007
HISTORISCHES GEBAEUDE
Clint, der neue Geschäftsinhaber eines Interieur Geschäfts in meinem Haus, hat mir mitgeteilt, dass unser Gebäude ein historisches sei – wusste ich gar nicht – das Haus war vor 4 Jahren das erste Haus in Al Barsha.
Mittwoch, 12. Dezember 2007
FILM FESTIVAL DUBAI
Zum vierten Mal findet in Dubai das Film Festival statt. Ueber 100 Filme und –zig Premieren werden in Dubai gezeigt. Heute habe ich mir den Film „Faro – the Goddess of Waters“ und „Arabien Nights“ angesehen – eine Folge von 5 Kurzfilmen von arabischen Filmschaffenden vom tragischen Libanon Krieg über witzige und nachdenkliche Themen bis zum Film ohne Story.
Am 13. Dezember 2007 schaue ich mir „90 Miles“ von Emilio Estefan an – im Anschluss daran findet das Konzert von seiner Frau statt: Gloria Estefan.
Dienstag, 11. Dezember 2007
LANGEWEILE IN DER SCHULE
Heute haben Exams begonnen. Nebst Registration und Aufsicht in der Sporthalle läuft nichts – am Internet sitzen und warten bis 15 Uhr.
Montag, 10. Dezember 2007
ARBEITER GESTRANDET
Ich sitze am Computer, von draussen höre ich seit etwa 10 Minuten Lärm wie von einem Fussballspiel. Wir haben keinen Fussballplatz in der Nähe. Auf dem Balkon stelle ich fest, dass rund 40 Arbeiter auf dem Weg nach Hause sind. Allerdings müssen sie ihr Fahrzeug anstossen – es läuft und läuft nicht an. Sie drehen Runden, rennen dem Fahrzeug hinterher und schreien aus voller Kehle. Nach rund zwei Stunden werden sie von einem anderen Fahrzeug abgeholt.
Sonntag, 9. Dezember 2007
TREFFEN MIT NEUEM SCHWEIZER BOTSCHAFTER DER UAE
Am Samstag Nachmittag erhielt ich einen Anruf des Schweizer Botschafters aus Abu Dhabi – Wolfgang Amadeus Brühlhart - er möchte die Chamber Soloists und mich um 19 Uhr in Dubai treffen.
Herr Brühlhart war vorher Kulturbeauftragter in Sarajevo und ist sehr interessiert an Kultur. Ich reservierte einen Tisch auf der Terrasse des Jumeirah Mina a’Salam. Rund 40 Minuten hatten wir ein sehr angeregtes und interessantes Gespräch über CH- und UAE-Kultur und über zukünftige Entwicklungen im Bereich interkultureller Zusammenarbeit.
Samstag, 8. Dezember 2007
KONZERT GE-CANCELLED
Die Symphonic Lounge vom Freitag Abend war für uns recht erfolgreich, auch wenn nur um die 30 Zuhörer anwesend waren, aber sie waren umso interessierter an unserer Performance.
Die Samstag Lounge haben wir „ge-cancelled“ - vom Programm gestrichen. Am Morgen erhielt ich einen Anruf von einer Sekretärin des Kempinskis, das Streichquartett müsse um 15 Uhr auschecken und von 4 Zimmern in ein einziges Zimmer umziehen – drei Männer und eine Frau – weil das Hotel ausgebucht sei. Dies trotz E-Mail Bestätigung für einen späten Check-out nach dem Konzert. Würden in einem arabischen Hotel drei einheimische Männer und eine Frau in ein einziges Zimmer gesteckt? Wohl kaum - es wäre gar verboten.
Die Musiker konzertierten in Dubai for free – kein Honorar. Zudem mussten wir Essen und Getränke am Tag der Performance selber bezahlen. Bei den letzten Lounges wurde es bezahlt. Diese Taktik war für uns unakzeptabel.
Wir entschieden den Abend fallen zu lassen – eine gute Erfahrung wie hier Geld die Welt diktiert.
Freitag, 7. Dezember 2007
SANTA CLAUS AM BEACH
Um ca. 17.15 Uhr war Sankt Nikolaus Einzug am Sandstrand vor dem Oasis Beach Hotel. Glöckchen waren zu hören und auf einmal tauchten zwei Kamele mit rot-weisser St. Nikolaus Mütze auf, dahinter der St. Nikolaus mit dem Schmutzli - eine traumhafte Abendstimmung mit rund 700 Schweizerinnen und Schweizern und vielen Mitgliedern des Swiss Business Council aus anderen Ländern.
Rund 2 Stunden musste der Santa Claus Kinder begrüssen und alle erhielten ein kleines Geschenk-Päckli. Für 100 Dirham (CHF 35) konnten wir uns vom reichhaltigen Schweizer Buffet verwöhnen lassen: Grittibänz, Raclette, Gschwellti, Bündnerfleisch, Grillbratwurst, Cervelat, CH Rot- und Weisswein, Linzertorte, Lebkuchen usw.
Donnerstag, 6. Dezember 2007
SAMICHLAUS TAG
Das Swiss Business Council organisiert den jährlichen Samichlaus Abend im Oasis Beach Hotel, Marina. Die Kinder werden vom Dubai Samichlaus besucht. Rund 650 Schweizerinnen und Schweizer haben sich angemeldet.
Mittwoch, 5. Dezember 2007
EXAMS STEHEN AN
Bereits stehen wieder Exams an. Von 11. – 17. Dezember 07 führt die Schule die Exams in der grossen Sporthalle durch. Rund 400 Schüler sitzen wieder in Reihen und lösen Tests in verschiedenen Fächern. Wissen von 4 Monaten wird geprüft.
Das heisst für mich schon fast Ferien: Pro Tag muss ich ca. 2 Stunden Aufsicht stehen - letzten Musikunterricht habe ich am 10. Dez. 07.
Dienstag, 4. Dezember 2007
WINTERKLEIDER
Zwar ist es noch nicht so weit, dass ich Winterkleider tragen muss, aber die Temperaturen sind nun doch schon so tief, dass ich tags ein Hemd mit langen Ärmeln trage. Morgens kann es um die 18, 19 Grad sein. Im Laufe des Tages steigen die Temperaturen bis höchsten 29 Grad. Wenn ich am Abend ausgehe, ist es von Vorteil einen Pullover für alle Fälle mitzunehmen.
Einige Lehrerinnen tragen Winterstiefel zur Arbeit, damit diese nicht im Kasten verrotten.
Montag, 3. Dezember 2007
FEUERWERK VERPASST
Wie in der Zeitung angekündigt, sollten im Dubai Creek zum Nationalfeiertag eine Military Band vorbeimarschieren, einheimische Musiker auftreten und ein Feuerwerk den Abend abschliessen. Wegen des Verkehrs komme ich schon mal eine halbe Stunde zu spät, die Military Band verpasst. Der ganze Creek ist geschmückt mit Flaggen in den Nationalfarben.
Nach längerem Fussmarsch entlang des Creeks, kriege ich Hunger und statt den Platz zu suchen, entschliesse ich mich zu einem feinen Seafood Essen im Hotel Radisson Creek. Für 155 Dirhams (CHF 40) gibt es ein riesengrosses Buffet. Crevetten, Austern, verschiedene Seafood Salate, Lobster Suppe, gegrillter Thuna und feine Dessert Häppchen.
Am Nachbartisch sitzt ein local, der dem Kellner immer wieder „Danke“ sagt. Ich frage ihn, ob er in Deutschland lebte. Nein, ein halbes Jahr in Schinznach-Bad in der Therapie wegen eines Unfalls. Er bietet mir an, ein Geschäft zu eröffnen. Er übernehme die Lizenz und ich müsse lediglich 25% von den Einnahmen abliefern. Nach intensivem Gespräch verlasse ich das Radisson. Die letzten farbigen Feuerwerkskugeln steigen in den Himmel empor. Ich nehme ein Taxi nach Hause.
Sonntag, 2. Dezember 2007
NORDMANN TANNEN IN DUBAI
Original Nordmann Christmas Trees werden auch in Dubai verkauft. Ein Prospekt, der beim Hauseingang aufliegt, bietet verschiedene Grössen an: 1.65m, 2m und 2.5m zwischen 450 und 600 Dirham (CHF 150-200). Hauslieferung gratis. Highly Superior Quality, Extra full (Grade AA+). Wann wohl die Nordmann Tannen in Dubai gepflanzt werden?
Samstag, 1. Dezember 2007
HOTEL TOUR – ENTERTAINMENT SCHWACH
Zwischen 22 und 01 Uhr bin ich heute auf Hotel Tour. Ich möchte wissen, ob ich irgendwo die Symphonic Lounge anbieten kann. Erstes Hotel ist das Ritz-Carlton am Jumeirah Beach. Sechs Stockwerke in altem Baustil, sehr schöner Eingangsbereich mit einem überdekorierten Christbaum, eher etwas muffig die Bar; eine sehr schöne, grosse Lounge, etwas verstaubt die Möbel. Unterhaltung: Pianist und Sängerin. Musikstil: leichter Jazz.
Das Grosvenor Hotel steht in grossem Kontrast zum Ritz. 44 Stockwerke, moderner Baustil, spezielles Deko aber etwas kühl wirkend; eine tolle Bar im 44. Stock mit Aussicht auf's Meer und auf die Baustellen rundherum. Die Lounge Area ist riesengross und mit einem Mezzanin Restaurant und einer Bar Area umgeben. Unterhaltung: Pianist und Sängerin. Musikstil: leichter Jazz.
Das letzte Hotel ist das Habtoor Grand. Die Lounge beim Eingang sieht aus wie eine Wartehalle. Musik gibt es keine. Im 25. Stock gibt es ein kleines Terrassen Restaurant mit wunderbarem Blick auf die Palme – Baulärm. Vergeblich suche ich das Pub - ich lande im SPA Bereich. Im Untergrund – in einem Teil des Ballrooms – spielt ein DJ Rockmusik, auf einer Grossleinwand Fussball. Uninteressant. Ich nehme ein Taxi nach Hause.
Freitag, 30. November 2007
NATIONALFEIERTAG UAE
Am 2. Dezember 2007 feiern wir den Nationalfeiertag der UAE. Am Donnerstag morgen mussten wir in der Schule in der ersten Morgenlektion mit den Schülern über die Geschichte und die Werte der UAE sprechen. Ich hatte die Lektion genutzt, in den 40 Minuten die Hauptprobe für die Assembly vom Nachmittag durchzuführen.
Wir haben zwei Schultage frei: Schulstart am Dienstag, 4. Dezember 07.
Donnerstag, 29. November 2007
FREEHOLD PROPERTY – FUER 99 JAHRE
Jeden Tag liegen der Zeitung GULFNEWS etwa drei bis vier 40-seitige Journale mit Immobilien Inseraten bei. Zwei tragen den Titel FREEHOLD. Freehold Properties sind Häuser und Wohnungen, die für 99-Jahre gekauft werden können. Nach 99 Jahren besteht kein Anrecht mehr auf die Immobilien und sie werden an einen neuen Besitzer verkauft. Ok – soweit so gut … Frage ist, ob die Häuser überhaupt 99 Jahre überstehen.
Mittwoch, 28. November 2007
MANGELWARE EIER
Bei den Eiergestellen im Carefour steht ein Täfelchen mit der Aufschrift „Due to shortage …“ – wegen Lieferengpass von Eiern dürfen Kunden höchstens 2 Pack à 6 Eier erstehen. Die 15-er Packungen gibt es nicht mehr, nur noch 6-er Pack. Ob die Hühner im Winterschlaf liegen?
Dienstag, 27. November 2007
DUBAI CARES
Seit acht Wochen wird in den UAE Geld gesammelt für eine Million Kinder in den Entwicklungsländern – für bessere Schulbildung und Ernährung. Dabei sind rund 1.7 Milliarden Dirham (rund CHF 500 Millionen) zusammen getragen worden. Sheikh Mohammed Bin Rashid Al Maktoum hat gestern den Betrag gleich noch verdoppelt. Ein gelungener Abschluss der Aktion.
Montag, 26. November 2007
SANDTAG
Statt Regen- oder Schneetage gibt es in den UAE Sandtage. Kleinere Sandverwehungen in den Strassen und wer zu Fuss unterwegs ist - wie ich heute von der Mall of Emirates nach Hause – hat die Backen gelb vom Sandstaub, in den Augen brennt’s und zwischen den Zähnen knirscht es.
Sonntag, 25. November 2007
BALKON FITNESS
Unser Gym auf dem Dach dient oft als Walking Room. Besonders Frauen nutzen die 15 Meter Diagonale zum Wandern von einer Seite zur anderen, und sie tun dies Halbstunden lang.
Dass der Balkon als Fitnessraum dienen kann, ist mir neu. Die Idee ist aber kreativ. Im Nachbargebäude schräg gegenüber, sind die Balkone um die 10 m lang. Eine Frau walkt im 6. Stock ca. 15 Schritte von einer Seite zur anderen, 15 Schritte zur anderen Seite. Bestimmt kennt sie jedes Staubkorn unter ihren Füssen.
Samstag, 24. November 2007
MEIN SCHOENSTES DUBAI ERLEBNIS
Eine indische Schule hat mich als Jurymitglied zum Inter-Junior School Music Festival 2007 eingeladen.
Als ich mit dem Taxi bei der Schule ankomme, stehen beim Eingang links und rechts Securitas und grüssen, als wäre ich ein Staatsoberhaupt. Der Prinzipal kommt auf mich zu und weiss gleich meinen Namen. Verschiedene Verantwortliche der Schule werden mir vorgestellt, stellvertretende Schulleiterinnen und Musiklehrerin. Im Büro des Prinzipals erhalte ich einen Begrüssungstee und wir warten auf die beiden anderen Jurymitglieder, Jennifer und Justin vom Fairmont Hotel Dubai. Die Musiklehrerin erklärt uns die Regeln und den Ablauf. Jennifer, Justin und ich machen dies zum ersten Mal und wir vereinbaren einander zu helfen, wenn es Probleme gibt.
Punkt 18 Uhr werden wir von drei charmanten Damen abgeholt. Wir gehen über einen roten Teppich, bestimmt 100 m lang, links und rechts Blumen und Kindergärtner. Alle 5 Meter werden wir mit denselben Worten und im Chor begrüsst: „Welcome Sir, Welcome Madam, welcome to the 15th Inter Junior School Music Festival – 2007. Enjoy this evening“ – Guten Abend und willkommen….. geniessen Sie den Abend“. Treppe hoch – Treppe runter – wieder roter Teppich kurz vor der Bühne. Das Event findet im Freien statt. Flugzeuglärm. Die Jury wird angesagt. Vor dem Publikum stehen unsere drei Tische, je 2 Meter auseinander - gedeckt mit weissem Tischtuch. Keine Chance einander zu helfen. Es ist bereits dunkel und ein Angestellter erklärt uns die Tischlampe. Auf dem Tisch: Kleenex-Box, eine Box mit 10 Staedlter-Bleistiften, Radiergummi, Namensschild und das wichtigste: ein Mappe persönlich beschriftet mit den Jury-Dokumenten.
Die Ansagerinnen stellen Jennifer vor und was sie alles drauf hat. Spotlicht auf Jennifer. Ein Junge überreicht ihr ein Geschenk. Nächster ist Justin und schliesslich meine Wenigkeit. Applaus. Ich mache den Versuch die Blätter richtig zu interpretieren. Wo schreibe ich Zahlen hinein und was sollen die vielen Blätter im Anhang? …. und da sind nur 4 Chöre zu bewerten. Es stehen aber 10 Chöre auf dem Programm? Ich rufe Jennifer zu Hilfe. Bahnhof. Justin weiss auch nicht mehr. Die Musiklehrerin huscht vorbei, ich frage sie kurz, wo der Rest zu finden ist. Sir, sie bekommen nochmals zwei Mappen mit 3 und 3 Chören. Ok – alles klar.
Alle Leute werden gebeten aufzustehen, der Generalkonsul von Neuseeland trifft ein. Dann kann es endlich los gehen. UAE Nationalhymne – wieder aufstehen - vier Kids rezitieren aus dem Heiligen Koran, Welcome Address an alle Gäste und Chöre.
Der erste Chor formiert sich auf der Bühne. Ich bin überrascht über die Professionalität der Kostüme, absolut professionell. Die Begleitung kommt ab Keyboard und die Kids singen enthusiastisch, manchmal etwas neben dem Keyboard. Auf einem Blatt notiere ich Kommentare in alle Spalten und auf einem weiteren Zahlen (5 Spalten à je 10 Punkte). Die Chöre sind so professionell organisiert – vom Hinstehen auf die Podeste bis zum Verlassen.
Zwischen den einzelnen Chören gibt es Rezitationen – so haben wir von der Jury etwas Zeit die Resultate und Kommentare niederzuschreiben.
Der zweite Chorvortrag sticht ins Auge und geht in die Ohren. Eine kleine wohl 5-Jährige Sängerin begeistert mit ihrem Sologesang – als wäre es Whitney Houston. Ein Favorit ist bereits ausgemacht.
Nach den Chorvorträgen spielen die Schul eigenen Kids ein Musical. Wir Juroren werden ins Büro gebeten um die Sieger zu eruieren. Klar – der zweite Chor mit der Solosängerin hat gewonnen. Wir sind uns über Platz 1 und 2 einig.
Zurück zur Bühne und ich mache mir ein paar Notizen, was ich am Mikrofon als Kommentar abgeben will. Nervosität – mein Englisch ist ja nicht grad perfekt.
Die Jury wird auf die Bühne gebeten. Jennifer gibt einen ersten Kommentar ab. Ich bin als zweiter dran – ich halte mich an die Zeilen auf meinem Blatt – Dank und Motivation. Als letzter geht Justin ans Mikrofon. Entspannung.
Schliesslich die Siegerehrung. Der Generalkonsul von Neuseeland hat die Ehre die Preisträger auszurufen….. und …. er liest das falsche Blatt. Statt Al Ain Schule erhält Millenium Schule Dubai den zweiten Preis – Riesen Freude - Unterbruch – Korrektur. Nochmals alles von vorne. Al Ain Schule 2. Platz und Millenium Schule 1. Platz. Die Preise sind zwei grosse Pokale, ein Drum-Pad und ein Keyboard. Freudenschreie – Fotos.
Ein grosser Teil des Publikums verlässt das Auditorium, aber die Zeremonie ist noch nicht vorbei. Die Rede des Generalkonsuls erwischt nur noch Wenige. Ein Junge und ein Mädchen rezitieren professionell und auswendig Dankesworte und Sponsoren Dank. Ob noch jemand zuhört?
Zum Schluss stehen wir für die Indische Nationalhymne auf – ab Band und mit schrecklichem Keyboard Sound.
In umgekehrter Reihenfolge wie beim Antritt verlässt zuerst der Generalkonsul mit dem Prinzipal die Arena, dann wir Juroren. Im Empfangsgebäude steht Essen mit feinen Häppchen, Dessert, Kaffee und Tee bereit. Small Talk. Ein Taxi steht für mich bereit. Securitas grüssen wieder rechts und links auf der Treppe. Das Staatsoberhaupt verlässt die Szene. Der Prinzipal drückt dem Chauffeur 60 Dirham in die Hand.
Zu Hause öffne ich das Geschenk: Eine wunderbare, schwere Kristallglasschale.
Freitag, 23. November 2007
KUEHL UND NEBLIG
In den letzten Tagen ist es hier kühl und am Morgen oft neblig. In Abu Dhabi und Dubai gibt es viele Flüge, die verschoben oder umgeleitet werden müssen. Auf den Strassen gibt es mehr Verkehrsunfälle. Die Sicht ist manchmal weniger als 50 Meter.
Donnerstag, 22. November 2007
IN THINKING - WEITERBILDUNG
Unsere Lehrerfortbildung wurde von Dr. Richard von de Lagemaat, England, geleitet. Theory of Knowledge - Theorie des Wissens und wie wir damit im Unterricht umgehen. Der 5-stündige Vortragsmarathon war absolut spannend und abwechslungsreich mit praktischen Beispielen aufgelockert.
Warum wir 5 Tage arbeiten und 2 Tage frei machen? Wir könnten doch auch 10 Tage arbeiten und 5 Tage frei machen? Oder wir wurden über die verschiedenen Hundesprachen aufgeklärt: Das Dogese in English lautet WOOF, in Chinesisch WANG, in Italienisch BU, in Spanisch GOU und in Deutsch bekanntlich WAU. Welcher Hund wohl richtig bellt?
Mittwoch, 21. November 2007
KLAGENDE KATZE
Im Gebäude gegenüber hängt jetzt ein Plakat „Apartment Hotel“, also kein Privat Wohnhaus. Der erste Gast ist bereits seit einigen Tagen eingezogen, eine Katze. Sie klagt meistens am Abend, wenn ich einschlafen will und es hört sich schrecklich an. Vielleicht ist es aber auch ein Kassettengerät mit dem Miauen um die Ratten fern zu halten?
Dienstag, 20. November 2007
SCHULTHEATER – ANTIGONE
Während drei Tagen findet das jährliche Schultheater an unserer Schule statt. Diesmal spielt das Drama Department Antigone – in der Pausenhalle – outdoor. Heute besuche ich das Stück. Mit wenig Aufwand, aber mit vielen speziellen Effekten und sehr guten Schauspielern wirkt das Drama sehr professionell. Beeindruckend. Was immer wieder stört während des Theaterabends: die Handys im Publikum, die mehrmals in voller Lautstärke klingeln.
Montag, 19. November 2007
MUSIK JURY
Eine internationale Schule führt am Freitag einen Talent Wettbewerb für Kinder durch. Die Kids spielen live vor einer Jury. Ich bin angefragt worden in dieser Jury Einsitz zu nehmen. Bestimmt wird es interessant sein die verschiedenen musikalischen Talente anzuhören und ebenso die besten heraus zu kristallisieren.
Sonntag, 18. November 2007
VERKUERZTE SCHULWOCHE
In dieser Woche stehen vier Stunden Elterngespräche an. Die Schüler wandern seit Tagen von einem Lehrer zum anderen um 5 Minuten Elterngespräche zu buchen. Am Mittwoch von 15-17 Uhr finden die Gespräche statt. Zum Glück habe ich bis jetzt erst 4 Buchungen. Am Donnerstag absolvieren wir einen Lehrerweiterbildungstag – schulfrei für die Kids.
Samstag, 17. November 2007
SYMPHONIC LOUNGE - 2ND EDITION
Freitag und Samstag war wieder Classic DJ angesagt. Der Freitag scheint definitiv nicht der Lounge Tag zu sein, trotz Radiospots und Zeitungsartikel im Xpress, Gratisanzeiger. In der Lounge ist ein Kommen und Gehen. Immerhin um die 25 Personen halten sich ständig in der Lounge auf.
Der Samstag sieht etwas besser aus. Am meisten hat mich der Skiclub Dubai begeistert. Zwischen Skifahren und Einkaufen ist er mit mindestens 10 Leuten vertreten. Die Lounge war immer etwa die Hälfte mit ca. 40-50 Personen voll - und manchmal auch die Gäste.
Freitag, 16. November 2007
CHRISTMAS TREE
Noch nie hatte ich einen Christbaum gekauft. Heute bin ich auf Einkaufstour durch die Mall of the Emirates nach einem sehr schönen Christbaum, möglichst mit etwas Schnee auf den Aesten. Im „artikel“ werde ich fündig – toller Baum, als wäre er echt , mit Lichtern und Schnee – 400 Dirhams (CHF 140).
Den Christbaum will ich in die Lounge stellen – er soll etwas Wärme ausstrahlen. Nach der dritten Symphonic Lounge im Dezember stelle ich ihn auf meinen Balkon. Zwei Verkäufer schieben den 2m grossen Plastikbaum auf einem kleinen Wagen hinter mir her – durch die ganze Shopping Mall. Ich fühle mich wie der Weihnachtsmann.
Donnerstag, 15. November 2007
ABFLUG IN LETZTER SEKUNDE
David Zipperle, Gitarrist für die Symphonic Lounge von Freitag/Samstag, stand heute kurz vor dem Abflug am Flughafen Zürich am Check-In. Sein e-Ticket war ungültig, weil Kempinski ein Ticket Wien-Zürich-Dubai und zurück ausgestellt hatte und er den Flug Wien-ZHR nicht angetreten hatte. 30 Minuten to go. So viel Zeit hatte ich um das Kempinski zu kontaktieren und ein neues Ticket ausstellen zu lassen. Die zuständige Sekretärin war ian einem Meeting - unerreichbar. Ich telefonierte dem swiss Manager in Dubai, dann dem Kempinski Direktor.
Nach 15 Minuten klingelt mein Handy. Die Sekretärin nehme mit swiss Kontakt auf. Nach weiteren 10 Minuten ein weiterer Anruf von der Sekretärin, David’s Flug sei bestätigt – neues Ticket. Telefon nach Zürich. 5 Minuten to go. Ich rufe Zürich an. Am check-In bekomme ich nach weiteren 10 Minuten das OK, dass David on the flight sei.
Mittwoch, 14. November 2007
COMPI ABSTURZ
Als ich nach dem Wochenende in meinem Musikzimmer den Computer starten wollte, zeigte dieser nur eine blaue Seite an mit dem Hinweis, dass das komplette Betriebssystem neu geladen werden muss. In der Zwischenzeit habe ich wieder fast alle Programme auf dem Compi, aber alles, was ich seit Februar 07 gespeichert hatte, ist nun weg. Klassenlisten, Jahresplanung, Wochenplanung, Arbeitsblätter, Vorbereitungen - ich kann wieder bei Null beginnen. Im Outlook finde ich Mails vom Art Departement und das Outlook funktioniert immer noch nicht.
An der Schule wird seit den Sommerferien das gesamte IT System umgebaut und angepasst – zum Schrecken von uns Lehrkräften.
Dienstag, 13. November 2007
DJ - CERTIFICATE
Heute Abend habe ich meinen DJ-Kurs erfolgreich abgeschlossen. Wieder einen Schritt weiter. Allerdings bin ich definitiv kein HOUSE Spezialist, aber technisch kenne ich mich mittlerweile mit meinen Geräten gut aus.
Montag, 12. November 2007
MILLIARDEN DEAL MIT AIRBUS UND BOEING
Bei der gestrigen Eröffnung der DUBAI AIRSHOW 2007 hat Sheikh Mohammed die grösste Bestellung in der Geschichte der Zivilluftfahrt angekündigt: Eine Bestellung von Airbus 380 und Boeing Flugzeugen im Wert von über 34 Milliarden US-Dollar. Auslieferung bis 2014. Die Total Bestellungen von gestern gingen auf über 55 Milliarden Dollar.
Sonntag, 11. November 2007
VILLA BENAZIR BHUTTO IN DUBAI
Zurzeit steht sie an vorderster Front in den Schlagzeilen: Benazir Bhutto. In Emirates Lakes Dubai befindet sich ihre streng bewachte Villa, wo auch ein grösserer Teil ihrer nächsten Familienangehörigen lebt.
Samstag, 10. November 2007
GESUNDHEITS- UND SOZIALVERSICHERUNGEN
Das Versicherungssystem in den UAE steht immer noch in den Kinderschuhen. An der Schule haben wir eine Health Card erhalten, die Versicherung bei Unfall oder Krankheit zahlt aber nur bis zum Höchstbetrag von 25‘000 Dirham (rund CHF 8‘000) – was darüber geht, zahlt der Kunde selber oder er ist wohl zum Tod verdammt. Sozialversicherungen kennen die UAE ebenfalls nicht.
So sind die vielen expatriates entweder mit einem vorteilhaften Überseevertrag mit allem Komfort engagiert, oder sie versichern sich bei einer Internationalen Insurance Company, die Fälle bis zu einer Million und höher abdecken – wer sich das leisten kann. Dann gibt es noch eine dritte Gruppe. Sie stammen aus asiatischen und afrikanischen Ländern. Sie müssen auf das familiäre Sozialsystem zurückgreifen – Rückreise ins Heimatland und Pflege durch die Familie, so lange das Geld reicht.
Noch besser - gar nicht krank werden. Während der Probezeit von drei Monaten bei einem Betrieb in Dubai darf man sich gar nicht krank melden.
Freitag, 9. November 2007
BESUCH AUS DER SCHWEIZ
Heute wurde ich überrascht von Besuch aus Alpnach. Mit Anna und Hedy habe ich ein paar gemütliche Stunden in Madinat Jumeirah und in der Mall oft he Emirates verbracht … und ich konnte mal wieder ausgiebig Schwiizerdütsch sprechen.
Donnerstag, 8. November 2007
SWISS BUSINESS COUNCIL - AFTER WORK DRINK
Jeweils am ersten Mittwoch des Monats findet ein Swiss Business Council After Work Drink im Radisson Media City statt. Was interessant ist - neue Leute kennen zu lernen. Oft sind es Neuankömmlinge. Miriam, eine junge, sehr nette Vertreterin des Business Councils, empfängt die Gäste und verteilt allen Teilnehmern einen Voucher für ein Gratis Getränk. Manchmal ist die Runde etwas grösser - gestern waren wir nur zu Viert, später gesellten sich drei weitere Personen dazu. Und was die Runde sympathisch macht: die Gemeinsamkeit, die Schweiz, und die Crossover Gespräche - egal ob CEO oder einfacher Angestellter.
Mittwoch, 7. November 2007
EINE GANZ NORMALE ORCHESTERLEKTION
Die Schüler von Grade 8 kommen aus verschiedenen Schulzimmern zum Musikzimmer. H. setzt sich ans Schlagzeug um seine Präsenz zu markieren. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich nach kürzeren Gesprächen an ihre Plätze und stellen die Notenständer vor sich auf. Ein Mädchen muss gleich mal zur Toilette. Dazu braucht sie einen Hall Pass. Die Keyboard Spieler richten ihre Instrumente ein, damit sie mich sehen können. Die Gitarristen stimmen – so weit möglich – ihre Instrumente. Ich teile die Notenblätter aus – der Jahreszeit entsprechend „Jingle Bells“. R. kommt rein gerannt und holt sich eine Gitarre aus Simon’s Office. Er hat bis heute noch keine Anmeldung abgegeben, was für ein Instrument er im Orchester spielt. Er hat bereits zwei Warnungen von mir erhalten, heute bekommt er seine dritte und letzte und damit ist er weg vom Orchester. F. hat ihre Flöte vergessen. B. hat noch kein Saxophon erhalten und wartet immer noch auf einen privaten Saxophon Lehrer in Dubai. Er ist Anfänger. Schüler, die ohne Instrumente kommen, spielen während den Orchesterlektionen Percussion. Die letzten drei Schülerinnen stürmen herein. Sie erklären mir, warum sie zu spät sind.
Inzwischen sind 10 Minuten vergangen. Ich mache Appell. Die Gitarren stimmen weiter. Bei G. ist eine Saite gerissen. Ich suche eine neue Saite für das Instrument. Die Schüler üben auf ihren Instrumenten. G. und M. dürfen mit ihren Bands in den Proberäumen im ersten Stock ihre eigenen Stücke einstudieren – Hard Rock. Während der nächsten 30 Minuten ersetzt M. die gerissene Saite. R. beklagt sich, dass ihm S. das Plektrum in die Gitarre gespickt hat. Wir schütteln es heraus.
Ich spiele „Jingle Bells“ auf dem Klavier vor. I. spielt auf dem Schlagzeug dazwischen – Warnung – ich spiele ein zweites Mal. R. muss zur Toilette – Hall Pass. K. schläft auf dem Keyboard.
Wir versuchen das Stück zusammen zu spielen. Einmal – zweim …. Plötzlich stehen zwei Arbeiter im Raum. Sie wollen einen Schrank ausliefern. Super. Die Kids müssen ihre Schulsäcke um platzieren. Ein Keyboard fällt vom Ständer. Einige Schüler setzen sich wieder an ihre Keyboards, andere rennen herum. Warnungen.
Zeit zum weiter Praktizieren. Ich beschäftige mich mit den Keyboards, Melodie, Basslinie, Rhythmus. Wir spielen das Stück ein drittes und viertes Mal "Jingle Bells". Pack up und bye.
Dienstag, 6. November 2007
REPORTS - ZEUGNIS
Nach zwei Monaten Schule ist es wieder Zeit für reports. Ich stelle am Computer auf dem Intranet für über 300 Studenten Zeugniss aus. Relevant sind Benehmen, Aktivität im Unterricht, Erreichen von Zielen und Pünktlichkeit und Ausrüstung mit Material im Unterricht. Ende November finden Elterngespräche statt - 2 Minuten pro Student - im Dezember stehen bereits die nächsten Zeugnisse an.
Montag, 5. November 2007
BUSSTOP VERSCHLAFEN
Von der Schule nach Hause nahm ich heute den Bus 93.
Als ich merke, dass der Bus einen Riesen Umweg über Al Quoz macht – statt direkt zur Mall oft he Emirates – schliesse ich meine Augen. Eine Stunde später, exakt an dem Ort, wo ich eingestiegen bin, erwache ich. Ich sehe vor mir das Burj Al Arab. Der Bus ist überfüllt von Arbeitern, die nach Hause fahren. Beim nächsten Busstop dränge ich mich durch die Menge und warte am Strassenrand auf ein Taxi. Zweiter Versuch.
Sonntag, 4. November 2007
HOECHSTES GEBAEUDE IN DUBAI – KONKURRENZ AUS SAUDI ARABIEN
Das derzeit höchste Gebäude der Welt steht in Dubai. Mit seinen ungefähr 700 m nicht einmal fertig gebaut, wartet Saudi Arabien bereits mit dem höchsten Gebäude von 1‘600 m auf. Der „Mile Tower“ soll in den nächsten Jahren in Jeddah entstehen. Wann wohl Dubai wieder nachzieht?
Samstag, 3. November 2007
WEIHNACHTEN NAHT
Nun sind wie in der Schweiz nach Allerheiligen auch hier die Schaufenster und die Ablagen vollgestopft mit Weihnachtskram. Weihnachtsmänner, Engel, Christbäume, Christbaumschmuck, Kerzen und ganz ganz viel Kitsch.
BEWOELKT UND REGEN
Nach monatelangen Sonnentagen sind zwei bewölkte Tage willkommen. Die Sonne scheint nur manchmal kurz durch die dunklen Wolken und am Samstag Morgen vermögen ein paar Regentropfen die Strasse einzunässen.
Freitag, 2. November 2007
UMWELTFREUNDLICH BAUEN
Dubai lanciert ab 2008 das umweltfreundliche Bauen mit internationalen Standards. Alle neuen Gebäude müssen der weltweit anerkannten Umweltverträglichkeitsprüfung standhalten. "Green building" und pollution free sind die Schlagworte - ohne Schadstoffe, Energie- und Wasser sparend; erneuerbare Energien und nachhaltige Abfallwirtschaft.
Donnerstag, 1. November 2007
365 TAGE AUSVERKAUF
In der Mall oft he Emirates wirbt ein Kleidergeschäft mit 75% Rabatt. Da werden Kleidungen von 3‘000 Dirham auf 750 Dirham heruntergesetzt. Wer’s glaubt. Der Ausverkauf ist Strategie. Hier kann das ganze Jahr für 75% Rabatt eingekauft werden. Seit ich in Dubai bin, stehen bis heute die gleichen Tafeln in den Schaufenstern.
Mittwoch, 31. Oktober 2007
RADIO WERBUNG FUER SYMPHONIC LOUNGE
Nachdem das Kempinski für die letzte Symphonic Lounge das Marketing verschlafen hat. wurde ich gestern Abend im Taxi völlig überrascht. Auf dem Radio Sender 104.8 hörte ich einen Kempinski Werbeblock mit Konzerthinweis auf die nächste Lounge am 16./17. November 07 – mit David Zipperle, Klassische Gitarre.
Der Hoteldirektor hat sich heute bei mir persönlich entschuldigt und mir mitgeteilt, dass dieses Mal alle Marketing Hebel in Bewegung gesetzt werden, mit Radio-Werbung und TimeOut Dubai. Grund genug, dass ich mich heute mit 10 neuen Klassik CD’s eingedeckt habe.
Dienstag, 30. Oktober 2007
KULTUREN MIX
Die Vereinigten Arabischen Emirate streben einen möglichst kunterbunten Kulturenmix an. Das wird interessant bei den Firmen für Human Resources. Je mehr Arbeitskräfte aus dem gleichen Land angestellt werden, desto teurer werden die Arbeitskräfte für die Firma. Je mehr Arbeiter aus verschiedenen geografisch und kulturellen Gegenden in die UAE geholt werden, desto billiger für die HR Firmen.
Montag, 29. Oktober 2007
FOTOKAMERA – LOST & FOUND
Meine Fotokamera hatte ich vorgestern in der Evory Lounge unter einem Stuhl vergessen. Erst gestern Abend merkte ich, dass sie mir fehlte. Einen Anruf ans Hotel Kempinski liess vorerst Schlimmes erahnen. Das Büro Lost&Found teilte mir 5 Minuten nach meinem Anruf mit, dass die Kamera in der Evory Lounge zum Abholen bereit liegt.
Es gibt Leute, die irgendwo in Dubai ihr Portemonnaie oder Handy liegen lassen - kein Problem - der Besitzer kriegt es in den allermeisten Fällen wieder zurück.
RAPHAEL CHRISTEN IN ACTION AUF SEINEM MARIMBA - KEMPINSKI DUBAI
Sonntag, 28. Oktober 2007
SILBERSTREIFEN MIT DER SYMPHONIC LOUNGE
Nachdem die Lounge am Freitag Abend eher schwach besucht wurde, kamen doch am zweiten Abend um die 40 Personen zur Symphonic Lounge und dies ohne irgend eine Werbung. Der grösste Teil des Publikums setzte sich aus Passanten, Touristen, Hotelgästen und drei Schweizern zusammen. Raphael war so flexibel, dass er sein Programm spontan angepasst hat.
Um unser Wunschpublikum in die Lounge zu bringen, braucht es aber noch intensive Promotion.
Samstag, 27. Oktober 2007
RAUSWURF AUS DEM HOTEL
Am Morgen – ich bin noch am Schlafen – kriege ich einen Anruf von Raphael Christen. An der Reception des Hotels wurde ihm mitgeteilt, dass er bis 12 Uhr auschecken muss, das Hotel sei ausgebucht. Great. Raphael spielt ja heute nochmals ein Solo Konzert auf dem Marimba. Ich versuche meine Kontaktperson im Hotel Kempinski zu erreichen – erfolglos. Mit dem Anruf an den Hotelmanager klappt es. Endlich geht etwas. Das Zimmer war fälschlicherweise nur für zwei statt drei Nächte gebucht worden.
Raphael muss bis 15 Uhr das Zimmer räumen und er kriegt ein anderes – hoffentlich nicht in der Besenkammer.
Freitag, 26. Oktober 2007
MARKETING PROBLEM
Die erste Symphonic Lounge ist im Hotel Kempinski über die Bühne gegangen. Die gesamte Crew der Evory Lounge hat den Raum seit 14 Uhr mit viel Elan in ein freundliches Ambiente verzaubert. Great.
Es hätte ein Privat Event des Hotels werden sollen – aber da kamen nur gerade 25 Personen - zusammengesetzt aus neun Schweizern, Hotelmanagement und staff. Zum Glück hatte ich zuvor einige Schweizer in Dubai angeschrieben, die denn auch Raphael Christen am Marimba und mich am Abend motivierten. Ich kann nur hoffen, dass am Samstag Abend eine etwas grössere Schar zur Lounge kommt.
Beim Marketing hatte ich leider keine Kompetenz. Ich denke aber, dass die Promotion für die nächsten vier Lounges im November und Dezember effizienter gemanagt wird. Es kann ja nur besser werden.
Der Aufsteller war natürlich Raphael's Solokonzert auf dem 3m langen Marimba - und er hat mit seinem viruosen Spiel voll überzeugt.
Donnerstag, 25. Oktober 2007
AN JEDEM TAG EIN ANDERES AUTO
Mohammed unterrichtet manchmal als Privatlehrer in Dubai. Bei einer Familie stehen 7 Porsche 911 GT2 in der Garage. Für jeden Wochentag eine andere Farbe, gleiches Modell.
Mittwoch, 24. Oktober 2007
17 MIO FUER T-SHIRT
Ein T-Shirt von Sheikh Mohammed ist letzte Woche für rund 17 Millionen Dirham (knapp CHF 5 Mio) für karitative Zwecke versteigert worden.
MARIMBA VOR ORT – MUSIKER AUF DEM WEG
Das Marimba ist heute ohne Probleme im Kempinski Hotel angelangt. Warten wir noch auf den Musiker, Raphael Christen aus Zug, der darauf spielen kann. Er wird morgen in Dubai ankommen. Ich habe bereits von einigen Schweizerinnen und Schweizern ein Mail erhalten, dass sie sich auf die Symphonic Lounge freuen. Ein bisschen nervös auf meine DJ-Tätigkeit bin ich ja schon, fast wie vor einem Konzert.
Dienstag, 23. Oktober 2007
MARIMBA JUST LANDED
Ich war etwas unsicher über ein reibungsloses Handling des Marimbas nach Dubai. Anscheinend ist es angekommen und es wird am Mittwoch im Kempinski ausgeliefert – inshallah. Kosten: über 10'000 Dirham (ca. CHF 3'500).
Montag, 22. Oktober 2007
ABSTIMMUNG GING DANEBEN
Wie mich Cornelia von der Gemeinde Alpnach informiert hat, ging mein Abstimmungsumschlag aus Dubai knapp daneben. Er ist erst heute Montag in Alpnach eingetroffen. Die GULF NEWS hat heute ebenfalls eine Spalte der Schweizer Abstimmung gewidmet.
Sonntag, 21. Oktober 2007
LAENGSTE FREIZEIT UND SHOPPING STRASSE DER WELT
Dass Dubai die Nr. 1 der Welt sein will, hat Sheikh Mohammed bin Rashid al Maktoum letzte Woche an einem Kongress betont. Dazu gehört natürlich, dass Dubai auch über die längste Freizeit und Shopping Strasse verfügt. Mit 16 Milliarden soll dies in den nächsten zwei bis drei Jahren umgesetzt werden. Dubai will jetzt die Nr. 1 werden, nicht erst in 20 Jahren.
Samstag, 20. Oktober 2007
WENN DIE SONNE HINTER WOHNBLOCKS VERSCHWINDET
Anders als in der Schweiz, wo die Sonne hinter den Bergen untergeht, verschwindet die Sonne bei meinem Wohnblock in diesen Tagen bereits um 15 Uhr – hinter den Nachbargebäuden. Vielleicht nicht ganz so romantisch wie in der Schweiz.
Freitag, 19. Oktober 2007
AM DJ-PULT STATT AUF DER ORGELBANK
Nach langen und hart erkämpften Verhandlungen mit verschiedenen Fünfstern-Hotels in Dubai kann ich endlich ein Projekt umsetzen, an dem ich seit März 07 arbeite.
Statt auf der Orgelbank sitzen, stehe ich jetzt am DJ-Pult in der Evory Lounge im Hotel Kempinski, Mall oft he Emirates. Das Produkt heisst THE SYMPHONIC LOUNGE und ich spiele als DJ von 20 – 24 Uhr klassische Musik ab CD in der Hotel Lounge. Um 22 und 23 Uhr gibt’s einen Höhepunkt: Live Musik aus der Schweiz.
In den vergangenen Monaten habe ich einen Filmkurs und einen DJ-Kurs besucht und mich auf die neue Aufgabe bestens vorbereitet. Ich zeige während der Lounge Filmszenen, die ich in der Schweiz und in den UAE gedreht habe – diese habe ich am Computer verfremdet. So sind mittlerweile 5 Stunden Filmmaterial beisammen – über 60 GB auf dem Compi.
Am Freitag und Samstag, 26./27. Oktober 2007 findet die erste Symphonic Lounge statt – inshallah. Raphael Christen aus Zug – der beste Marimba Spieler der Schweiz – bringt einen Hauch Live-Klassik in die Lounge. Noch weiss ich nicht, ob das 300 kg schwere und 3 Meter lange Instrument rechtzeitig in Dubai ankommt.
Die nächsten Symphonic Lounges gehen im November mit klassischer Gitarre und im Dezember mit den Chamber Soloists Luzern über die Bühne – INSHALLAH.
Donnerstag, 18. Oktober 2007
VERBOTENE TAXIFAHRT
Dubai verfügt über Hunderte von Taxis, kontrolliert durch die RTA. Wenn ich an der Strasse auf ein Taxi warte, gibt es manchmal Fahrzeuge, die diskret anhalten und der Fahrer fragt, wo ich hinfahren will. Die Fahrzeuge sind in den meisten Fällen Geschäftsfahrzeuge irgend einer Firma und sie verfügen über keine Zähler. Ich steige ein und verhandle einen Preis – meistens komme ich besser weg als mit dem regulären Taxi. Ein Taxifahrer erzählt mir, dass er bei einer Firma in Jebel Ali arbeitet und sehr wenig Geld verdient. Arbeit von 06 – 16 Uhr. Nach seiner Arbeit bis 23 Uhr fährt er illegal als Taxifahrer mit dem Geschäftsauto, das ihm nicht gehört und .... er macht Kasse. Die Fahrer riskieren damit hohe Strafen durch die RTA.
Mittwoch, 17. Oktober 2007
STAND UP – AGAINST POVERTY - STEH AUF - GEGEN ARMUT
Heute morgen gab’s für jeden Studenten und die Lehrpersonen an unserer Schule einen Bändel „Stand up – against poverty“ zum Anhängen. Um 11.55 Uhr machte Carol eine Durchsage und wir standen 2 Minuten still im Klassenzimmer zum Gedenken an die minder bemittelten Länder auf dieser Welt.
Zudem wurde uns mitgeteilt, dass unsere Schule über 20‘000 Dirhams (rund CHF 6‘500) während des Ramadan für Dubai Cares gesammelt hatte.
Dienstag, 16. Oktober 2007
75 KM KANAL DURCH DUBAI
Dubai erhält einen Arabian Canal in der Länge von 75 km. Kosten: rund 61 Milliarden Dollar. Der Kanal schlängelt sich vom Meer in Jebel Ali Richtung Süden zum Waterfront Development und dann Richtung Norden zum Jumeirah Beach. Erste Etappe wird der Kanal sein (11 Milliarden Dollar) und dann die City entlang des Kanals (50 Milliarden Dollar). Die City bedeckt rund 20‘000 Hektaren Land. Der Kanal wird 150 Meter breit und 6 Meter tief. In nur drei Jahren soll das Bauwerk fertig gestellt sein. Inshallah. Zum Vergleich: Der Linthkanal kostete ca. 1 Mio. CHF und der 165 km lange Suezkanal ca. 25 Mio. $.
Montag, 15. Oktober 2007
DUBAI'S SCHOENSTE RAUCHER AREA
Seit 15. September 07 ist es in allen Shopping Malls by law (von Gesetzes wegen) verboten zu rauchen. Dennoch gibt es in einigen Restaurants Ausnahmen. In der Shopping Mall Burjuman (siehe Bild unten), gibt es die schoenste Raucherecke Dubai's, etwa 30m2 gross mit Glas, Keramikkegeln und sprudelndem Wasser. Leider habe ich kein Bild davon.